Papst Leo XIV. hat zum weiteren Engagement für den Frieden ermutigt - trotz Rückschlägen. "In einer Zeit, die zunehmend von den Wunden des Krieges und der Gewalt geprägt ist, sind Ihre Bemühungen dringend notwendig", so der Papst in einer am Samstag veröffentlichten Botschaft an Teilnehmende der Internationalen Begegnung für Frieden und Versöhnung an der Loyola University in Chicago.
"Zeitalter ohne Konflikte ist erreichbar"
"Wenn wir die Eintracht auf globaler Ebene fördern wollen, ist es notwendig, das Engagement der internationalen Gemeinschaft für das Gemeinwohl zu gewinnen, das über Grenzen, Glaubenstraditionen und Kulturen hinausgeht", betonte Leo. Dazu sei eine systematische interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich, die Institutionen, Organisationen, Wissenschaftler und Führungskräfte verschiedener Fachrichtungen zusammenbringe.
Frieden sei ein ständiger Weg der Versöhnung mit Gott, mit uns selbst, mit anderen und mit der Schöpfung, erklärte der Papst. "In diesem Sinne sind wir aufgerufen, eine Kultur der Versöhnung zu fördern, die die globalisierte Ohnmacht überwinden kann, welche uns glauben lässt, ein Zeitalter ohne Konflikte sei unerreichbar." Wahrer Friede sei nicht mit dem Frieden vergleichbar, "den uns die Welt bietet und der leider oft mit Gewalt und Täuschung erzwungen wird", so das Kirchenoberhaupt.
Gebet als starke Kraft
In diesem Zusammenhang erinnerte Leo an das Gebet als starke Kraft der Versöhnung. "Wenn Menschen verschiedener Religionen gemeinsam beten, hat dies die Macht, den Lauf der Geschichte zu verändern", so seine Botschaft an die Teilnehmer der internationalen Begegnung in seiner Geburtsstadt Chicago. Er lobte, dass mit dem Aktionstreffen die 2022 mit Papst Franziskus begonnene Initiative "Building Bridges" (Brücken bauen) fortgesetzt werde.