Papst Leo XIV. kritisiert Umweltzerstörung durch Kriege

Gewalt bremst Fortschritt

Werden öffentliche Gelder für Rüstung ausgegeben, steht weniger Geld für den Klimaschutz zur Verfügung. Zudem erhöhen Kriege den CO2-Ausstoß. Neben dem menschlichen Leid bringt Krieg auch Nachteile für die Umwelt, mahnt der Papst.

Ein Feuer im Wald. / © Phillip van Zyl (shutterstock)

Papst Leo XIV. hat mangelnden Umwelt- und Klimaschutz durch vermehrte kriegerische Auseinandersetzungen angeprangert. “Aufgrund der Kriege der letzten Jahre wurde der Fortschritt auf diesem Gebiet stark gebremst”, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Alle, die sich für eine ganzheitliche Ökologie einsetzen, rufe er auf, ihr Engagement zu erneuern.

“Im Jubiläumsjahr des Heiligen Franz von Assisi erinnern wir uns an seine Botschaft des Friedens mit Gott, mit unseren Brüdern und Schwestern und mit allen Geschöpfen”, sagte er mit Blick auf den 800. Todestag des als Schutzpatron der Tiere und der Umwelt verehrten Heiligen Franziskus (1181/82-1226).

Wahrheit als Leitprinzip für KI-Einsatz

Ebenso verwies er auf die sogenannte “Laudato-si-Woche”, die bis kommenden Sonntag der Bewahrung der Schöpfung gewidmet ist und alle Menschen zum Engagement aufrufe. Sie ist inspiriert von der 2015 veröffentlichten Umweltenzyklika “Laudato si” von Papst Franziskus (2013-2025).

Weiter forderte er vor Tausenden Menschen auf dem Petersplatz einen sorgsamen Umgang mit technologischem Fortschritt. “Im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz rufe ich alle dazu auf, sich für Kommunikationsformen einzusetzen, die stets die menschliche Wahrheit achten”, mahnte der Papst. Auf dieses Leitprinzip sollte jede technologische Innovation ausgerichtet sein. Den in vielen Ländern begangenen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel widme er daher dem Thema “Stimmen und Gesichter des Menschen schützen”.

Enzyklika "Laudato si"

Klimawandel, Artenvielfalt, Trinkwasser: Diese Themen bestimmen die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. Er wendet sich damit an "alle Menschen guten Willens" - und erklärt, warum eine ökologische Umkehr auch soziale Gerechtigkeit bedeutet. Papst Franziskus hat die reichen Industrienationen zu einer grundlegenden "ökologischen Umkehr" aufgefordert, um globale Umweltzerstörung und Klimawandel zu stoppen.

Deutsche Ausgabe der Enzyklika "Laudato si" / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Deutsche Ausgabe der Enzyklika "Laudato si" / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA