Papst Leo XIV. hat an das Attentat auf Johannes Paul II. vor genau 45 Jahren erinnert. Der Papst aus Polen überlebte den Anschlag vom 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz nur knapp.
Leo XIV. kniete am Mittwoch vor Beginn der Generalaudienz an der Marmorplakette nahe den rechten Kolonnaden nieder, wo Johannes Paul II. von dem Attentäter Mehmet Ali Agca niedergeschossen wurde. Danach setzte Leo XIV. seine Fahrt im Papamobil fort, um Tausende Menschen auf dem Petersplatz zu begrüßen.
Bei der anschließenden Generalaudienz verwies er auf den Gedenktag der Muttergottes von Fatima, der Johannes Paul II. (1978-2005) sein Überleben vielfach zugeschrieben hatte. In dem portugiesischen Wallfahrtsort erschien die Muttergottes der Überlieferung nach drei Hirtenkindern 1917 sechsmal und überbrachte ihnen verschiedene Botschaften.
"Schrei nach Frieden"
"An diesem für das Christentum so bedeutsamen Ort versammeln sich heute zahlreiche Pilger aus fünf Kontinenten", so Leo XIV. Die Anwesenheit der Menschen in Fatima zeuge von ihrem Bedürfnis nach Trost, Einheit und Hoffnung. "Lasst uns dem Unbefleckten Herzen Mariens den Schrei nach Frieden und Harmonie anvertrauen, der aus allen Teilen der Welt ertönt, insbesondere von den vom Krieg geplagten Völkern", so der Papst.
Der türkische Papstattentäter Agca (68) saß für den Anschlag 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis. Johannes Paul II. vergab ihm. Später wurde Agca an die Türkei überstellt, wo er bis 2010 eine Strafe für den Mord an einem türkischen Journalisten verbüßte. Beim Türkei-Besuch von Leo XIV. im November 2025 versuchte Agca, mit dem Papst in Kontakt zu treten; er wurde allerdings von türkischen Behörden daran gehindert.
Information der Redaktion: Zum Anschlag auf Papst Johannes Paul II. ist aktuell ein True-Crime-Podcast in Arbeit, von den Machern des DOMRADIO-Konklave-Podcasts und mit den Stimmen der Augenzeugen. Unter diesem Kanal bald mehr.