Wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte, findet die Begräbnismesse am Freitagnachmittag im Petersdom statt.
Der langjährige Vatikandiplomat Tscherrig starb unerwartet am Dienstag im Alter von 79 Jahren im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. 2025 hatte der aus dem Wallis stammende Kardinal an der Papstwahl teilgenommen.
Bis 2024 stand Tscherrig im diplomatischen Dienst des Vatikans. Zuletzt war er der erste Nichtitaliener als Papstbotschafter in Italien und San Marino. Zuvor hatte der Schweizer den Vatikan in vielen anderen Ländern vertreten. Während der Amtszeit von Johannes Paul II. (1978-2005) hatte er einige Jahre lang dessen Auslandsreisen mitgeplant.
Dankbarkeit für treuen Dienst
Er denke mit Dankbarkeit an Tscherrigs treuen Dienst, so Leo XIV. in seinem Kondolenzschreiben am Dienstag. In allen ihm anvertrauten Aufgaben habe der Verstorbene großzügig gehandelt und seine Liebe zu Kirche und Papst bewiesen.
2023 hatte Franziskus (2013-2025) den Schweizer zum Kardinal ernannt – eine eher unübliche Ehrenbezeugung für aktive Vatikanbotschafter. Neben Kurienkardinal Kurt Koch (76) war er der zweite Schweizer Purpurträger. Nach Tscherrigs Tod zählt das Kardinalskollegium noch 242 Männer; 118 von ihnen sind unter 80 Jahre alt und dürften aktuell einen neuen Papst wählen.