Papst-Gesandter Krajewski in Odessa und Saporischschja

"Um die Not zu sehen"

Erneut ist Kardinal Konrad Krajewski von Papst Franziskus in die Ukraine gesandt worden – um die Not in Städten wie in Odessa und Charkiw zu sehen. Dort hat er tröstende Worte für Angehörige von Kriegstoten und Verwundeten gefunden.

Kardinal Konrad Krajewski / © Stefano Dal Pozzolo (KNA)
Kardinal Konrad Krajewski / © Stefano Dal Pozzolo ( KNA )

Alle Leidenden fänden durch die "schmerzensreiche Mutter Gottes" – deren Fest die katholische Kirche am Donnerstag beging – Trost und Hilfe, sagte der vatikanische Almosenmeister in einer Videobotschaft. Er hielt sich an diesem Tag in der Hafenstadt Odessa auf.

Zum vierten Mal in der Ukraine

Krajewski ist bereits zum vierten Mal seit Kriegsbeginn im Auftrag von Papst Franziskus in der Ukraine. Die nächsten Stationen sind Saporischschja und Charkiw. Zum Auftakt der Reise begegnete der Leiter der Vatikanbehörde für Nothilfe in Chmelnyzkyj der versammelten nationalen Bischofskonferenz.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Krajewski sei "vom Papst gesandt, um die Not der Städte wie etwa in Odessa und Charkiw zu sehen", erklärte der römisch-katholische Bischof von Odessa, Stanislaw Szyrokoradiuk, am Freitag der Pressagentur Kathpress. Die Reise sei "still" und finde weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In erster Linie sei der Kardinal zu den Priestern, Ordensleuten und in der Seelsorge Tätigen gekommen, um ihnen Rückhalt zu signalisieren.

Odessa

Die Millionenstadt Odessa mit ihrem Güterhafen gilt als Tor der Ukraine zum Schwarzen Meer. Allerdings wurde sie in der Geschichte auch immer wieder als Einfallstor zur Ukraine benutzt. Seit dem 10. Jahrhundert gehört die Region zur sogenannten Kiewer Rus.

Odessa aus der Luft (shutterstock)
Quelle:
KNA