Papst besucht Experten-Treffen zur Weltsynode

Eine wundervolle Überraschung

Papst Franziskus hat am Sonntag ein Experten-Treffen zur Weltsynode der katholischen Kirche in Frascati unweit von Rom besucht. Angekündigt hatte sich das katholische Kirchenoberhaupt nicht, weshalb die Überraschung größer ausfiel.

Papst Franziskus / © Cristian Gennari (KNA)
Papst Franziskus / © Cristian Gennari ( KNA )

Der Besuch von Franziskus sei eine wundervolle Überraschung gewesen, schrieb das vatikanische Synodensekretariat am Sonntagabend auf Twitter. Das Kirchenoberhaupt habe seine Wertschätzung für die Arbeit der Gruppe ausgedrückt.

Arbeitsdokument vorbereiten

Fachleute aus aller Welt waren zusammengekommen, um das Arbeitsdokument für die zweite Phase der vom Papst initiierten Weltsynode zu erarbeiten. Grundlage dafür waren die gesammelten Rückmeldungen der nationalen Kirchen, Ordensgemeinschaften, Vatikanbehörden und Privatpersonen zum Fragebogen des Synodensekretariats. Bald soll das daraus entstandene "Instrumentum laboris" (Arbeitspapier) vorgestellt werden.

Kardinal Mario Grech (m.), Generalsekretär der Bischofssynode, und Papst Franziskus (r.) bei der Eröffnung der Weltsynode im Oktober 2021 / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Kardinal Mario Grech (m.), Generalsekretär der Bischofssynode, und Papst Franziskus (r.) bei der Eröffnung der Weltsynode im Oktober 2021 / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Auf Grundlage dieses Textes sollen ab Herbst die sieben kontinentalen Bischofsversammlungen der katholischen Kirche - Afrika, Ozeanien, Asien, Naher Osten, Europa, Lateinamerika sowie USA/Kanada - bis März 2023 je ein eigenes Dokument erstellen.

Diese sieben Texte wiederum fließen bis Juni 2023 in das zweite Arbeitsdokument ein. Auf dessen Grundlage berät die Weltbischofs-Synode im Oktober 2023 in Rom. Deren Beschlüsse wird der Papst in einem eigenen Schreiben würdigen und möglicherweise Reformen für die Verfassung der katholischen Weltkirche daraus ableiten.

Weltsynode 2021-2024

Papst Franziskus hat am 9. Oktober 2021 einen weltweiten synodalen Prozess der katholischen Kirche eröffnet. In dem zunächst auf zwei, mittlerweile auf drei Jahre angelegten mehrstufigen Dialog soll die Kirche vor allem einen anderen Umgangsstil einüben. Dabei geht es zunächst darum, einander und anderen genauer zuzuhören. So soll die Kirche nach Wunsch des Papstes besser erkennen, welchen Herausforderungen sie sich stellen muss und wie sie - Gottes Willen entsprechend - damit umgeht.

Papst Franziskus hält die Hand ans Ohr / © Paul Hering (KNA)
Papst Franziskus hält die Hand ans Ohr / © Paul Hering ( KNA )
Quelle:
KNA