Pallottiner verlassen Freising nach mehr als hundert Jahren

Fehlender Nachwuchs

Mehr als ein Jahrhundert prägten die Pallottiner Freising mit. Doch fehlender Nachwuchs zwingt den Orden nun zum Rückzug aus der Stadt. Die Pallottiner werden im Sommer ihre Kommunität in Freising schließen.

Freising / © lisa pavlova (shutterstock)

Wie der Orden am Donnerstag mitteilte, habe die Provinzleitung diese Entscheidung vor dem Hintergrund fehlenden Nachwuchses und einer alternden Gemeinschaft getroffen. Das Pallotti-Haus in Freising bleibe aber als Bildungs- und Tagungshaus weiterhin bestehen.

Demnach werden einige Ordensmänner aus Altersgründen in eine betreute Wohnsituation umziehen, andere verlassen das Haus, um an anderen Orten neue Aufgaben wahrzunehmen. "Das gemeinschaftliche Zusammenleben gehört zu den tragenden Grundsätzen unserer Gemeinschaft. Ein dauerhaftes Einzelwohnen von Mitbrüdern entspricht diesem Selbstverständnis nicht", betont Provinzökonom Rainer Schneiders.

Die Geschichte der Pallottiner in Freising begann 1919: "Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf über 100 Jahre zurück", erklärte Schneiders. Anfang März wolle Provinzial Markus Hau die Kommunität in Freising besuchen und sich mit ihren Mitgliedern austauschen. 

Über die Pallottinerinnen

Der römische Priester Vinzenz Pallotti, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der sozialen und geistigen Not seiner Zeit litt, vertrat die Auffassung, dass es die Aufgabe jedes Christen ist, das Evangelium und dessen Geist in jedem Beruf, in jeder Lebenssituation glaubwürdig zu bezeugen. Den religiösen, pastoralen und sozialen Herausforderungen seiner Zeit begegnete er daher mit einer Vision.

Symbolbild Ordensfrauen unterwegs / © KrzysiuKadruje (shutterstock)
Symbolbild Ordensfrauen unterwegs / © KrzysiuKadruje ( shutterstock )
Quelle:
KNA