Palästinenser sehen Frieden nur ohne Besatzung

"Folgen eines politischen Stillstands"

Ein Ende der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete ist nach Worten des palästinensischen Außenministeriums der einzige Garant für Frieden, Sicherheit und Stabilität. In der Erklärung fordern sie eine Zweistaatenlösung.

Palästinenser feiern in Nablus den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gegen Israel  / © Ayman Nobani (dpa)
Palästinenser feiern in Nablus den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gegen Israel / © Ayman Nobani ( dpa )

Man habe "wiederholt vor den Folgen eines politischen Stillstands"» sowie täglicher Provokationen und Übergriffen auf heilige Stätten gewarnt, heißt es laut Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa in einer Erklärung des Ministeriums von Samstag.

Darin fordert das Ministerium eine Zweistaatenlösung in den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt des Staates Palästina. Der Friedensprozess sei jedoch durch die israelische Verletzung der unterzeichneten Abkommen zerstört. Entsprechend gebe es auch 75 Jahre nach der Vertreibung der Palästinenser keine Lösung für die palästinensische Frage.

Israel sei verantwortlich

Für die derzeitige Gewalteskalation machte das Ministerium demnach die anhaltende israelische Politik gegenüber den Palästinensern sowie das "Schweigen der internationalen Gemeinschaft zu den kriminellen und rassistischen Praktiken der israelischen Besatzungstruppen" verantwortlich.

Seit den Morgenstunden wurden rund 2.500 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen und mehrere israelische Ortschaften von Hamas-Kämpfern überfallen, die auch Zivilisten entführten. Die Zahl der getöteten Israelis stieg nach jüngsten Medienberichten auf 40. Mehr als 700 Personen wurden verletzt. Der israelische Minister für nationale Sicherheit, der Rechtsradikale Itamar Ben-Gvir von der Partei "Jüdische Stärke", verhängte demnach den nationalen Notstand, der landesweit am Samstagabend in Kraft treten soll.

Waffenstillstand zwischen Palästinenser-Organisation Islamischer Jihad und Israel

Im erneut eskalierten Konflikt zwischen Israel und der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad deutet sich dank einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe vorerst Entspannung an. Trotz gegenseitiger Angriffe mehr als eine Stunde nach Inkrafttreten am Samstag um 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) beruhigten sich die Kämpfe, die fünf Tage lang anhielten, am frühen Sonntagmorgen. Auf beiden Seiten der Grenze kehrte wieder schrittweise Normalität ein.

Palästinensische Gebiete, Rafah: LKWs fahren in Kerem Shalom ein, das von Israel wieder geöffnet wurde. Kerem Shalom ist ein Grenzübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen. Der Grenzübergang soll den Warenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen ermöglichen und befindet sich neben dem Kibbutz Kerem Shalom im Dreiländereck zwischen Israel, Ägypten und dem Gazastreifen. Nach erbitterten Kämpfen über fünf Tage scheinen Ägyptens Bemühungen in Nahost jetzt zu greifen; Israel und militante Palästinenser einigen sich auf eine Waffenruhe. / © Stringer/APA Images/ZUMA Press Wire/dpa  (dpa)
Palästinensische Gebiete, Rafah: LKWs fahren in Kerem Shalom ein, das von Israel wieder geöffnet wurde. Kerem Shalom ist ein Grenzübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen. Der Grenzübergang soll den Warenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen ermöglichen und befindet sich neben dem Kibbutz Kerem Shalom im Dreiländereck zwischen Israel, Ägypten und dem Gazastreifen. Nach erbitterten Kämpfen über fünf Tage scheinen Ägyptens Bemühungen in Nahost jetzt zu greifen; Israel und militante Palästinenser einigen sich auf eine Waffenruhe. / © Stringer/APA Images/ZUMA Press Wire/dpa ( dpa )
Quelle:
KNA