Krankenhäuser setzen Patienten auf die Wartelisten

Operationen müssen wieder verschoben werden

Im Zuge der Omikron-Welle gehen Krankenhäuser davon aus, planbare Operationen wieder in großem Maß verschieben zu müssen. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft sagt, das könne für Einzelne belastend werden.

Pflegepersonal im Krankenhaus / © Rob Engelaar/ANP (dpa)
Pflegepersonal im Krankenhaus / © Rob Engelaar/ANP ( dpa )

"Personelle Reserven gibt es leider nicht, deswegen müssen wir erneut, wenn es soweit medizinisch vertretbar ist, Patienten auf die Warteliste nehmen", sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post" in Düsseldorf (Montag).

Teilweise belastend für Patienten

Es handle sich dabei um Operationen und Behandlungen insbesondere von chronisch kranken Patienten. In Spitzenzeiten der Pandemie seien bis zu 25 Prozent der Hüft-OPs verschoben worden, außerdem 18 Prozent der Darmkrebs-OPs. "Das ist für die einzelnen Patienten sehr belastend", so Gaß weiter. Die Patienten seien von sich aus etwas zurückhaltender und riefen seltener den Notarzt: "Wir haben die große Sorge, dass ein Teil dieser Fälle unversorgt bleibt", unterstrich der DKG-Präsident. Größere Ausfälle beim Pflegepersonal sehe er durch Omikron jedoch noch nicht.

Quelle:
KNA