ZdK-Vizepräsidentin fordert mehr Vielfalt in katholischer Kirche

"Nicht gleichzeitig vom Südpol bis zum Nordpol"

Die katholische Kirche sollte ihren Gemeinden nach Ansicht von Laienvertretern mehr Eigenständigkeit bei der Rolle von Frauen und dem Umgang mit homosexuellen Paaren einräumen, fordert Claudia Lücking-Michel.

Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken  / © Julia Steinbrecht (KNA)
Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Die Vize-Präsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken sagte dazu im SWR2 Tagesgespräch am Donnerstagabend, gerade bei diesen wichtigen Themen sollte die Weltkirche einen Rahmen vorgeben, in dem Ortskirchen ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten hätten. "Die müssen ja nicht gleichzeitig vom Südpol bis zum Nordpol überall gelten", sagte die Theologin.

Bischof Bätzing sehr überzeugend

Gleichzeitig zeigte sie sich optimistisch über den derzeitigen Reformprozess innerhalb der katholischen Kirche, den sogenannten Synodalen Weg: Bei allem, was es zu kritisieren gebe, nehme sie den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, als sehr überzeugend wahr und glaube, mit ihm könne man Reformen angehen.

Anlass des Interviews war die am Donnerstag zu Ende gegangene Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe in Fulda. Dabei ging es unter anderem um Personalentscheidungen, Debatten über Reformen und Zahlungen für Missbrauchsopfer.

Quelle:
KNA
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