Am Donnerstag um 12.00 Uhr werde im Sankt-Paulus-Dom eine "wichtige Personalentscheidung" bekannt gegeben. DOMRADIO.DE wird dies live übertragen.
Seit rund einem Jahr ist Deutschlands mitgliederstärkste Diözese ohne Bischof. Im März 2025 war der langjährige Bischof Felix Genn altersbedingt zurückgetreten. Seitdem leitet der Chef des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen, Antonius Hamers, übergangsweise das Bistum.
Nach der Ernennung des Bischofs dauert es üblicherweise noch wenige Monate, bis der Neue in sein Amt eingeführt wird. Dies geschieht bei einem feierlichen Gottesdienst im Sankt-Paulus-Dom in Münster.
Wahl per Vertrag geregelt
Bei der Wahl des neuen Bischofs spielte das Domkapitel – ein kirchliches Gremium aus 16 Priestern – eine Schlüsselrolle. In Münster gilt nämlich das Preußenkonkordat, ein Vertrag zwischen dem Staat und dem Heiligen Stuhl in Rom.
Gemäß Konkordat schickt das Domkapitel eine Liste mit geeigneten Kandidaten an den Vatikan. Dorthin gehen weitere Vorschläge von Bischöfen. Unter Würdigung sämtlicher Einreichungen erstellt die Kirchenleitung in Rom schließlich eine Dreierliste, aus der das Domkapitel einen neuen Bischof wählt. Die eigentliche Ernennung erfolgt dann durch Papst Leo XIV.
Ein Kandidat muss mindestens 35 Jahre alt und seit mindestens fünf Jahren Priester sein. Die Person kann aus dem Bistum Münster kommen, aber auch aus einer anderen Diözese.