Bistum Münster informiert vorab über großes Geläut am Dom

Wohl kein Zeichen für neuen Bischof

In Münster wird es am 24. März ein Vollgeläut geben. Hat das Bistum dann einen neuen Bischof? Normalerweise könnte das Läuten aller Glocken des Paulusdoms darauf hindeuten. Für diesen Tag im März gibt das Bistum jetzt aber Entwarnung.

St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu (shutterstock)
St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu ( shutterstock )

Selbst wenn am Dienstag, 24. März, alle Glocken des Münsteraner Paulus-Doms erklingen, bedeutet das nicht unbedingt, dass das Bistum einen neuen Bischof bekommen hat. Wie das Bistum am Montag mitteilte, werden in der kommenden Woche Wartungsarbeiten am Glockenstuhl durchgeführt.

Missverständnis vorbeugen

Dabei müsse gegen 14 Uhr mindestens einmal, gegebenenfalls auch mehrfach, das volle Geläut erklingen. Die Verantwortlichen der Domverwaltung wollen dem Missverständnis vorbeugen, dass das Glockengeläut die Wahl eines neuen Bischofs für das Bistum Münster bekanntgeben könnte. Der Bischofsstuhl in Münster ist seit dem Rücktritt von Bischof Felix Genn im März 2025 vakant.

Bistum Münster

Mit rund 1,59 Millionen Katholikinnen und Katholiken ist das Bistum Münster die mitgliederstärkste Diözese in Deutschland. Aber auch hier hat die Kirche mit schwindenden Mitgliederzahlen und den Folgen daraus zu kämpfen. Zwar rechnet das Bistum für das laufende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von rund 454,7 Millionen Euro. Die "Kirchensteuerkraft" – also das, was sich die Diözese mit dem Geld leisten kann – lässt aber stark nach: Bis 2060 soll sie sich im Vergleich zu 2017 halbiert haben.

Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke (KNA)
Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke ( KNA )
Quelle:
KNA