Mädchen und Buben ab dem Grundschulalter, die Lust auf eine fundierte Gesangsausbildung haben, können sich bei der Münchner Domsingschule melden. Die sucht wieder Nachwuchs, der bereit ist, Gottesdienste in der Frauenkirche musikalisch mitzugestalten. Das teilte die Pressestelle des Erzbistums München und Freising am Freitag mit. Wer Interesse hat, kann sich am 14. März bei einem Info-Nachmittag kundig machen. Während die Kinder gemeinsam ein Lied einstudieren, erhalten die Eltern Informationen von den verantworlichen Lehrkräften.
Die Kinder und Jugendlichen der Domsingschule treffen sich an bis zu zwei Nachmittagen pro Woche zur Probe und lernen geistliche und weltliche Chormusik kennen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Sie erlebten Freude am Musizieren in Gemeinschaft und würden in ihrer sozialen Kompetenz gefördert. Die Domsingschule bietet den Angaben zufolge auch Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung an. Auf Wunsch könne zusätzlich Instrumentalunterricht vermittelt werden, ab der fünften Jahrgangsstufe werde auch Stimmbildung im Einzel- oder Gruppenunterricht angeboten.
120 Mädchen und Buben
Derzeit besuchen rund 120 Mädchen und Buben ab sechs Jahren und bis ins Erwachsenenalter von maximal 25 Jahren die Domsingschule. Domsingknaben und Mädchenkantorei proben in vier Chorstufen, hinzu kommt die Junge Domkantorei mit Sängerinnen und Sängern im jugendlichen Alter. Die Kinder und Jugendlichen wirken bei Gottesdiensten und Konzerten im Münchner Liebfrauendom mit, fahren regelmäßig auf Probenfreizeiten und unternehmen Reisen zu nationalen sowie internationalen Chortreffen.
Die Domsingschule geht zurück auf das 16. Jahrhundert. Herzog Albrecht V. hatte das nach ihm benannte Albertinum eingerichtet, in dem er zwölf Knaben kostenlose Schul- und Gesangsausbildung, Unterkunft und Verpflegung bot. Dafür wirkten die Schüler bei der Kirchenmusik mit. Erster Musikpräfekt des Albertinums war Hofkapellmeister Orlando di Lasso.