Mehr als drei Viertel der Bewohner des Inselstaates vor der afrikanischen Ostküste leben unter prekären Umständen, so missio München in einer Mitteilung. Nur etwa die Hälfte der Menschen habe Zugang zu Strom.
Extreme Armut und schlechte Infrastruktur verhinderten Bildung, was oft gerade Kinder zur Armut zwinge, heißt es weiter. Für zusätzliche Not sorgten Dürren und Zyklone als Folgen des Klimawandels. Die katholische Ortskirche stehe oft als einzige verlässliche Institution an der Seite der Menschen in einem höchst instabilen Staat.
Besuch in Buschschule geplant
Die Delegation, zu der neben missio-Chef Wolfgang Huber weitere Vertreter des Bistums Regensburg gehören, besucht der Mitteilung zufolge eine Buschschule im Hochland. Auch wolle sie sich einen Eindruck verschaffen, wie die Kirche in einem der größten Gefängnisse des Landes helfe; dort seien auch Kinder inhaftiert.
Ein weiterer Stopp ist in Toamasina vorgesehen, wo im Februar ein Zyklon weite Teile der Region zerstört habe. Das Bistum Regensburg stellte damals über missio 50.000 Euro Akuthilfe zur Verfügung.
Die prekäre Situation der Menschen in Madagaskar steht im Mittelpunkt des diesjährigen Monats der Weltmission im Oktober. Der Abschluss der nach eigenen Angaben größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit wird am 25. Oktober im Bistum Regensburg gefeiert.