DOMRADIO.DE: Im Zentrum aller kirchlichen Angebote steht die "Lichtkirche". Sie trägt den Namen auch völlig zurecht, denn diese neue Kirche wird illuminiert sein. Wie dürfen wir uns das vorstellen?
Dr. Ulrike Nienhaus (Koordinatorin für die Beteiligung der Kirchen an der Landesgartenschau): Wir haben dort ein kleines Gebäude stehen; es ist sieben Meter hoch und somit gut zu erkennen. Die "Lichtkirche" hat transparente Außengebäude und deshalb können wir sie von innen anstrahlen. Sie wird dann bei Dunkelheit gut erkennbar sein durch verschiedene Farben, aber sie wird auch im Hellen ein markantes Gebäude darstellen.
DOMRADIO.DE: Schon jetzt haben Sie ab April mehr als 370 Veranstaltungen in dieser "Lichtkirche" geplant. Was ist da alles dabei?
Nienhaus: Das freut uns ganz besonders, dass alle Vereinigungen und Verbände, vor allen Dingen aus dem Rhein-Kreis Neuss, sich beteiligen. Wir haben Gottesdienste, geistliche Angebote und Konzerte, auch die Big Band des Erzbistums wird dabei sein. Wir haben eine mobile Orgel, die ein Orgel-Konzert gibt. Wir haben aber auch Lesungen und Gruppen, die sich dort vorstellen, beispielsweise vom Hospiz oder Seniorengruppen. Aber vor allen Dingen bieten wir ganz viel für Kinder, Jugendliche und Familien an.
DOMRADIO.DE: Die Kirche geht also da hin, wo ein breites Publikum sein wird auf der Landesgartenschau in Neuss - Jüngere, Ältere, Familien. Inwiefern ist das auch eine Chance, Kirche "populärer" zu machen? Sehen Sie die Lichtkirche da als Möglichkeit?
Nienhaus: Ja. Wir waren uns einig, wir wollen zu den Menschen gehen, denn es hilft nicht, einfach an einem Punkt zu stehen und zu warten, dass jemand kommt. Wir wollen da sein. Wir wollen vor Ort präsent sein und die Menschen in ihrer Situation, wie sie kommen, ansprechen.
Deshalb haben wir auch ein breites Angebot und Mitmachangebote. Ich glaube, das ist etwas, Kirche mal zu erleben in einer anderen Form und mit all dem, was Kirche ausmacht: Kitas, Schulen, Familieneinrichtungen, Seniorenheime. Und vor allen Dingen mit "Leben. Freude. Zukunft". Unser Motto soll zeigen: Wir stehen mitten im Leben und schauen wirklich in die Zukunft der Kirche.
Das Interview führte Carsten Döpp.