Der Erzbischof von Algier, Kardinal Jean-Paul Vesco, rechnet in den kommenden Monaten mit einem Besuch von Papst Leo XIV. in Algerien. Der seit 2021 amtierende Oberhirte sagte am Donnerstagabend im Vatikan vor Journalisten, er gehe fest davon aus, dass der Papst in der ersten Jahreshälfte Algerien besuchen werde. Daneben stünden noch "andere afrikanische Länder" auf dem Reiseprogramm des Papstes.
In Algerien stellt die katholische Kirche seit dem Ende der französischen Kolonialherrschaft nur noch eine kleine Minderheit inmitten einer überwiegend muslimischen Bevölkerung dar. Anfang Dezember hatte Leo XIV. im Rahmen seiner ersten Auslandsreise nach der Türkei den Libanon besucht. In dem multireligiösen arabischen Land rief er die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften zu Versöhnung und Zusammenarbeit im Dienst des Allgemeinwohls auf.
Auf dem Rückflug von Beirut nach Rom äußerte der frühere Leiter des Augustinerordens den Wunsch einer Algerienreise. "Ich persönlich würde gerne nach Algerien reisen, um die Orte zu besuchen, die mit dem Leben des heiligen Augustinus verbunden sind", sagte Leo XIV. vor Journalisten im Flugzeug.