Das 32. Kolloquium zur Glockenkunde beginnt mit einem öffentlichen Vortrag zur Aufnahme von Glockenguss und Glockenmusik in das deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco im vergangenen März, wie der Verein Deutsches Glockenmuseum am Montag ankündigte. Bei dem Treffen tauschen sich die Experten in Vorträgen und Diskussionen über ihre Forschung und Arbeit mit den Instrumenten aus.
Den Eröffnungsvortrag hält den Angaben zufolge Professor Michael Kaufmann vom Orgel- und Glockenprüfungsamt der Evangelischen Landeskirche in Baden. Zu den weiteren Themen des Kongresses zählt unter anderem die Läutetechnik, mit der zum Beispiel die berühmte Petersglocke des Kölner Doms lange Probleme hatte, ehe Ende Oktober 1925 das «vollendete Läuten» erreicht werden konnte.
Exkursion am Samstag
Vorgestellt wird laut der Mitteilung auch die Erforschung von Glockenlandschaften, etwa im deutsch-polnischen Grenzgebiet, in der Stadt Halle an der Saale und auf den Färöer-Inseln. Historische Vorträge widmen sich den Kirchenglocken aus der Missions- und Kolonialzeit in Ghana sowie den Geläuten der fränkischen Benediktinerklöster Banz und Münsterschwarzach.
Geplant ist außerdem am Samstag eine Exkursion nach Metelen und Schöppingen, wo demnach Geläute mit einem wertvollen historischen Bestand erhalten geblieben sind, der in der Neuzeit ergänzt wurde.n Gastgeber der Tagung ist der Verein Deutsches Glockenmuseum, der seine Sammlung im Westfälischen Glockenmuseum Gescher ausstellt und dort zu Forschungszwecken auch eine Bibliothek und ein Archiv unterhält.