Installation in Kirche prangert sexuellen Missbrauch an

Flatterband gegen sexuellen Missbrauch

Eine Kunstinstallation zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche ist ab Mittwoch in der ökumenischen Citykirche St. Nikolaus in Aachen zu sehen. Unter anderem werden Beichtstühle und Sakristeien mit Flatterband abgesperrt.

Abgesperrte, leere Kirchenbänke / © Felix Kästle (dpa)
Abgesperrte, leere Kirchenbänke / © Felix Kästle ( dpa )

Dies teilte die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Aachen mit. Damit sollen symbolisch jene Orte gekennzeichnet werden, in denen in den letzten Jahrzehnten eine Unzahl von Kindern und Jugendlichen sexualisierte Gewalt erfahren mussten.

Prozess der Aufarbeitung

Zugleich soll mit der Installation an den schleppenden Prozess der Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche erinnert werden. Tafeln ordnen die Bausteine der Installation ein und sind mit Zitaten von Missbrauchsopfern versehen. Die Installation ist Schlusspunkt der Reihe "Wiedervorlage: (Macht-)Missbrauch", an der neben der kfd auch der Diözesanrat der KatholikInnen, die Bischöfliche Akademie und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mitgewirkt haben.

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 265.000 Mitgliedern der größte katholische Frauenverband und einer der größten Frauenverbände Deutschlands. Wir machen uns stark für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft und setzen uns für ihre Rechte ein.

Die kfd ist eine Gemeinschaft, die trägt und in der sich Frauen in vielfältigen Lebenssituationen gegenseitig unterstützen. Sie ist der Frauenort in der Kirche, offen für Suchende und Fragende.  

Ein Plakat der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) / © Julia Steinbrecht (KNA)
Ein Plakat der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) / © Julia Steinbrecht ( KNA )
Quelle:
epd