Angelusgebet mit Papst Franziskus

"Gott auch von kirchlichen Problemen erzählen"

"Erzählen wir ihm auch furchtlos von den sozialen und kirchlichen Problemen unserer Zeit". Papst Franziskus macht während des Mittagsgebets an diesem Sonntag Mut, auch die Sorgen der Kirche vor Gott zu tragen.

Papst spendet Segen beim Angelus-Gebet / © Andrew Medichini (dpa)
Papst spendet Segen beim Angelus-Gebet / © Andrew Medichini ( dpa )

Es war nur eine kurze Ansprache beim Angelus-Gebet an diesem Sonntag, dem ersten im neuen Jahr, auf dem Petersplatz. Franziskus ging auf den Passus im Johannesevangelium ein, dort heißt es "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" (1,14).

Wort und Fleisch - ein Paradoxon

"Genaugenommen sind es Worte die ein Paradoxon enthalten," erklärte der Papst. "Sie bringen zwei gegensätzliche Realitäten zusammen: Wort und Fleisch. "Wort" verweist darauf, dass Jesus das ewige Wort des Vaters ist, unendlich, seit jeher existierend, vor allen geschaffenen Dingen; "Fleisch" dagegen verweist auf unsere geschaffene Wirklichkeit: zerbrechlich, begrenzt, sterblich."

Doch mit unserer Schwachheit konfrontiert, ziehe sich der Herr nicht zurück, stellte Franziskus fest. "Das ist das Werk Gottes: in unsere Mitte zu kommen. Auch wenn wir uns für unwürdig halten, hält ihn das nicht auf. Damit, dass Jesus in einem Stall in Bethlehem, in Armut, geboren wurde, habe er uns sagen wollen, dass er in unser Leben kommen wolle – ganz gleich, wie problembehaftet und armselig dieses auch sei.

Der Papst schlussfolgerte, dass Gott die Vertrautheit mit uns suche, und wir müssten nur Platz für ihn schaffen. Weiterhin erklärte das Kirchenoberhaupt: "Erzählen wir ihm auch furchtlos von den sozialen und kirchlichen Problemen unserer Zeit, denn Gott liebt es, unter uns zu wohnen".

Quelle:
VN
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