US-Kardinal Cupich zu Gast bei Papst Franziskus

Ging es um Joe Biden?

Papst Franziskus hat Chicagos Kardinal Blase Cupich am Samstag in einer Privataudienz empfangen. Mehrere Medien spekulierten, bei der Unterredung könnte es über die Haltung der Kirche zur Regierung von Präsident Biden gegangen sein.

Blase Joseph Cupich / © Paul Haring (KNA)
Blase Joseph Cupich / © Paul Haring ( KNA )

Der Vatikan machte keine Angaben zu den Inhalten des Gesprächs. Die Politik des katholischen Präsidenten Biden sorgt seit Wochen für Verstimmung in der US-Bischofskonferenz. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Jose Gomez, hatte in einem Schreiben zu Bidens Amtseinführung dessen liberale Haltung in Sachen Abtreibung kritisiert. Dies sorgte für eine Kontroverse unter den Bischöfen der Vereinigten Staaten.

"Unüberlegten Erklärung"

Während sich der konservative Flügel hinter Gomez stellte, sprach Cupich von einer "unüberlegten Erklärung". Berichten zufolge hatte der Erzbischof von Chicago vergeblich versucht, einen gefälligeren Text durchzusetzen. Auch Kardinal Joseph Tobin aus Newark bemängelte, Gomez habe "sehr harte Worte" benutzt.

In dem Schreiben zur Inauguration fanden sich neben wohlwollenden Zeilen auch mehrere kritische Passagen. In einer heißt es: "Wir können nicht still sein, wenn in unserem Land jährlich fast eine Million ungeborene Leben durch Abtreibungen beseitigt werden."

Eine Analyse der Spannungen in der US-Bischofskonferenz zum Amtsantritt von Joe Biden gibt es hier

Videobotschaft von Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Videobotschaft von Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )
Jose Horacio Gomez Velasco, Erzbischof von Los Angeles / © Bob Roller/CNS photo (KNA)
Jose Horacio Gomez Velasco, Erzbischof von Los Angeles / © Bob Roller/CNS photo ( KNA )
Quelle:
KNA , DR
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