Gebeine von totem Papst in Heimat aufgebahrt

Pius X. in Treviso

Die sterblichen Überreste von Papst Pius X. werden im Oktober den Petersdom in Richtung seiner norditalienischen Heimat verlassen. Anlass dieses Besuchs ist der 120. Jahrestag der Wahl von Giuseppe Sarto zum Papst.

Blick auf die Kuppeln des Petersdoms / © bellena (shutterstock)
Blick auf die Kuppeln des Petersdoms / © bellena ( shutterstock )

Das berichtete die Zeitung "Il Messaggero" (Wochenende). Papst Franziskus habe der außergewöhnlichen Reise vom 6. bis 15. Oktober zugestimmt, heißt es weiter.

Papst Pius X. (KNA)
Papst Pius X. / ( KNA )

Nach eintägiger Aufbahrung in der Kathedrale von Treviso verbleibt Pius X. über eine Woche in der Kirche von Cendrole nahe seinem Geburtsort Riese. Die Region Venetien erwartet zu diesem Anlass Hunderttausende Pilger.

Auch andere tote Päpste sind schon gereist

Der 1835 geborene Pius X. wurde 1954 heiliggesprochen. Unter Kirchenhistorikern gilt er als eine vielschichtige Persönlichkeit, die für einen strikten Antimodernismus wie für innerkirchliche Reformen steht. Er ordnete etwa die Kurie neu und gab eine Überarbeitung des Kirchenrechts in Auftrag. Pius X. starb am 20. August 1914, rund drei Wochen nach Beginn des Ersten Weltkriegs.

Plaket mit den Heiligen Pius X., Johannes Paul II. und Johannes XXIII., sowie Papst Franziskus und Papst Paul VI. / © Cristian Gennari/Romano Sicilani (KNA)
Plaket mit den Heiligen Pius X., Johannes Paul II. und Johannes XXIII., sowie Papst Franziskus und Papst Paul VI. / © Cristian Gennari/Romano Sicilani ( KNA )

Es ist nicht das erste Mal, dass ein toter Papst seine letzte Ruhestätte verlässt. Bereits 2018 wurde Johannes XXIII. (1958-1963) in einem Glassarg in sein Heimatbistum Bergamo gebracht. Anlass war auch damals der Jahrestag der Papstwahl, in diesem Fall der 60.

Quelle:
KNA