Papst schenkt mit Kardinalswürde Pizzaballas Aufmerksamkeit

"Zeichen der Liebe" zum Heiligen Land

Seine Kardinalsernennung ist für den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, auch eine Stärkung der Nahostregion und Jerusalems. Im Heiligen Land sieht er "das Herz des Problems des Nahen Ostens".

Erzbischof Pizzaballa bei der Prozession zum Krippenplatz vor der Geburtskirche / © Andrea Krogmann (KNA)
Erzbischof Pizzaballa bei der Prozession zum Krippenplatz vor der Geburtskirche / © Andrea Krogmann ( KNA )

 "Wir wissen, dass Papst Franziskus sehr nah an den Peripherien und an Konfliktherden ist: Wir sind beides", sagte der italienische Ordensmann am Donnerstag am Rande eines christlichen Jugendfests am Marienheiligtum Deir Rafat gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Israel und Jerusalem als "Herz des Problems des Nahen Ostens"

Das Heilige Land und in ihm Jerusalem seien "das Herz des Problems des ganzen Nahen Ostens". Die Kardinalswürde, die er im September erhält, empfinde er als "ein Zeichen der Zuneigung, der Freundschaft und der Liebe zu diesem Land und dieser Kirche".

Gegenüber den jugendlichen Christen, die sich auf Einladung des Patriarchats in Deir Rafat versammelt hatten, sagte Pizzaballa, er wisse noch nicht, was der neue Titel für sein Leben bedeute, schließlich sei es "das erste Mal".

Jerusalems Patriarch will Arbeit vor Ort genauso weiterführen

Er kündigte an, seine Arbeit für die Ortskirche des Heiligen Landes genauso weiterzuführen, wohl "mit mehr Verantwortung". Mit Pizzaballa werden am September zwei Kirchenleute aus dem Nahen Osten im Kreis der Papstwähler vertreten werden.

Neben dem Jerusalemer Patriarchen gehört schon seit 2018 auch der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche mit Sitz in Bagdad, Kardinal Louis Raphael I. Sako (75), zum Kreis der Papstwähler.

Kardinäle

Ein Kardinal ist der höchste katholische Würdenträger nach dem Papst. Das Wort "Kardinal" leitet sich vom lateinischen Wort "cardo" (Türangel) ab. Das Kardinalskollegium ist das wichtigste Beratergremium des Papstes. Zudem hat es die Aufgabe, für die Papstwahl zu sorgen. Dafür ist eine Richtgröße von 120 Papstwählern vorgesehen, die das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben dürfen; derzeit gehören dem Kollegium 121 wahlberechtigte und 101 nicht wahlberechtigte Kardinäle an. Der Papst bestimmt die Kardinäle frei.

Pileoli in rot, schwarz und violett liegen am 23. Januar 2018 in einem Paramentengeschäft in Köln auf einem Tisch / © Harald Oppitz (KNA)
Pileoli in rot, schwarz und violett liegen am 23. Januar 2018 in einem Paramentengeschäft in Köln auf einem Tisch / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA