Früherer Papstbotschafter Ender wird in Münster beerdigt

Ein Brückenbauer in die Politik

Sudan, Baltikum, Tschechien und schließlich Deutschland: Der verstorbene Nuntius Erwin Ender hat viel von der Welt gesehen. Beerdigt wird er in dem Bistum, in dem er 1965 zum Priester geweiht wurde.

St. Paulus Dom in Münster, Westfahlen / © Henrik Dolle (shutterstock)
St. Paulus Dom in Münster, Westfahlen / © Henrik Dolle ( shutterstock )

Der kürzlich gestorbene, langjährige Vatikandiplomat und frühere Papstbotschafter in Berlin Erwin Ender wird am 7. Januar in Münster bestattet. Vor der Beisetzung auf dem Domherrenfriedhof feiert Bischof Felix Genn um 10.00 Uhr ein Requiem im Sankt-Paulus-Dom für den Erzbischof, wie das Bistum Münster am Mittwoch mitteilte. Ender war am 19. Dezember im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus in Rom gestorben.

Erzbischof Erwin Josef Ender / © Wolfgang Radtke (KNA)
Erzbischof Erwin Josef Ender / © Wolfgang Radtke ( KNA )

Der in der schlesischen Grafschaft Glatz geborene Geistliche wurde am 1965 von Kardinal Julius Döpfner zum Priester für das Bistum Münster geweiht. 1970 trat er in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein und arbeitete lange im Staatssekretariat, bevor er 1990 zum Bischof geweiht wurde und den Vatikan als sogenannter Nuntius zunächst im Sudan, dann im Baltikum, in Tschechien und ab 2003 in Deutschland vertrat.

Mitorganisator der Deutschlandreise von Benedikt XVI.

Bei der Deutschlandreise von Papst Benedikt XVI. zum Weltjugendtag in Köln 2005 war Ender an der Organisation beteiligt. Nach seiner Pensionierung 2007 lebte er in Rom, wo er verschiedene Aufgaben in der Kurie wahrnahm.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, würdigte den gestorbenen Erzbischof für dessen ausgleichende Positionen. "Vor allem ist ihm der Brückenbau in die Politik gelungen, wo Nuntius Ender hoch anerkannt war", schrieb der Limburger Bischof in einem Kondolenzbrief.

Quelle:
KNA
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