Katholische Landjugend fordert Reformen in der EU-Agrarpolitik

"Es braucht ein nachhaltiges Konzept"

Vor den Beratungen über die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union dringt die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) auf umfassende Reformen. Klimaschutz und Biodiversität müssten künftig ihren Platz finden.

Symbolbild Landwirtschaft / © Julian Stratenschulte (dpa)
Symbolbild Landwirtschaft / © Julian Stratenschulte ( dpa )

Ebenso müssten Ernährungssouveränität und der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft eine größere Rolle spielen, sagte die KLJB-Bundesvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus am Freitag in Rhöndorf bei Bonn. 

Zukunftsperspektiven und Planungssicherheit

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Versorgung der europäischen Bürger nicht allein von globalen Lieferketten abhängen dürfe. Daher brauche es "ein nachhaltiges landwirtschaftliches Konzept, das Ökosysteme erhält und auch Zukunftsperspektiven und Planungssicherheit für Landwirt*innen bietet", betonte Schulte-Döinghaus. So müssten Bauern etwa gezielt darin unterstützt werden, nachhaltigere Landwirtschaft zu betreiben.

Am Sonntag beraten die EU-Agrarminister in Koblenz über die Gemeinsame Agrarpolitik. Ab 13.00 Uhr ruft das Bündnis "Wir haben es satt!" zu einer Demonstration auf: Es fordert Fördergelder nur für insektenfreundliche und klimaschonende Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und den Erhalt von Bauernhöfen.

Quelle:
KNA
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