Kirche in Ungarn hofft weiter auf Papstbesuch

"Ermutigende Signale"

Kommt der Papst oder kommt er nicht? In der katholischen Kirche in Ungarn gibt es weiter Hoffnung auf einen Besuch von Franziskus und die Durchführung des für September diesen Jahres geplanten Eucharistischen Weltkongresses in Budapest.

Papst Franziskus verlässt Flugzeug / © Paul Haring (KNA)
Papst Franziskus verlässt Flugzeug / © Paul Haring ( KNA )

Man sei "entschlossen", das pandemiebedingt auf 2021 verschobene Großereignis vom 5. bis 12. September nicht nur online abzuhalten, sagte Kardinal Peter Erdö im Interview des Nachrichtenportals "Valasz". In welcher Form es stattfinden kann, hänge von der Entwicklung der Epidemie ab. Für einen Besuch von Papst Franziskus gebe es "ermutigende Signale", so der ungarische Primas. Er habe vor wenigen Tagen mit dem vatikanischen Kurienerzbischof Piero Marini gesprochen.

Zum zweiten Mal Gastgeber

Budapest soll zum zweiten Mal nach 1938 Gastgeber des Eucharistischen Weltkongresses sein. Die von der katholischen Kirche organisierte Großveranstaltung soll das Verständnis und die Verehrung des Eucharistie-Sakraments in der Orts- und Weltkirche fördern und vertiefen. Die Weltkongresse werden seit 1881 an wechselnden Orten in zuletzt vierjährigem Abstand durchgeführt. Zuletzt war Cebu auf den Philippinen 2016 Gastgeber. Der Kongress in Budapest wird der 52. der Geschichte.

Eucharistischer Kongress

Im Mittelpunkt eines Eucharistischen Kongresses steht die Eucharistie. Sie ist eines der sieben Sakramente. In ihr werden dem letzten Abendmahl und dem Tod Christi gedacht, seine Auferstehung  und die Erlösung der Menschheit verkündet. Die Opfergaben Brot und Wein machen die Nähe zu ihm erfahrbar.

Im Zentrum des Eucharistischen Kongresses stehen Gottesdienst, Anbetung, Glaubensverkündigung, Glaubensvertiefung und die Frage nach der Lebensführung aus dem Glauben. Am speziellen Thema des Kongresses orientieren sich Wortgottesdienste, theologische Vorträge sowie gemeinsame Gebete. Während der Kongresstage bezeugen die Gläubigen gemeinsam, dass Jesus Christus im Geheimnis der Eucharistie die Mitte des Lebens, der Kirche und der Sendung ist.

Ein Eucharistischer Kongress kann national oder international abgehalten werden. Auf nationaler Ebene in Deutschland wird er auf Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz, wie 2013 in Köln, oder nach Ermessen der einzelnen Ortsbischöfe in den jeweiligen Diözesen abgehalten. Ein Internationaler Eucharistischer Kongress kommt auf Vorschlag des Päpstlichen Komitees für Eucharistische Weltkongresse, nach Verkündigung durch den Papst, zusammen.

Kardinal Peter Erdö / © Romano Siciliani (KNA)
Kardinal Peter Erdö / © Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA , DBK
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