DOMRADIO.DE: Am Samstag geht es von Erfurt mit der Bahn bis nach Bad Kissingen. Ab da beginnt dann der Fußmarsch über 71 Kilometer. Warum haben Sie sich für die Pilgertour zu Fuß nach Würzburg entschieden?
Diakon Thomas Kappe (Bistum Erfurt): Zum einen ist Pilgern einfach eine schöne Sache, die man in der Gemeinschaft machen kann. Zum anderen war Erfurt vor zwei Jahren der Ausrichter des Katholikentags und deswegen hatten wir uns überlegt, dass wir den "Staffelstab" von Erfurt nach Würzburg übergeben wollen und das eben in dieser Form, zu Fuß.
DOMRADIO.DE: In fünf Tagen werden Sie 71 Kilometer zurücklegen. Wo werden Sie Stationen machen und wo übernachten Sie?
Kappe: Das ist ganz unterschiedlich. Wir starten in Bad Kissingen und wollen gegen Mittag dann in Wirmsthal sein. Dort schlafen wir in einer privaten Unterkunft. In Schweinfurt übernachten wir im katholischen Pfarramt, dann in einer Pilgerherberge. Also ganz unterschiedlich.
DOMRADIO.DE: Der Katholikentag steht unter dem Motto "hab Mut, steh auf!". Ist Ihr Pilgern ein Zeichen des Mutes in diesem Jahr?
Kappe: Ich denke, dass wir dieses Jahr sehr viel Mut brauchen werden. Und da ist so ein Loslaufen, Suchen, Nachdenken und Beten eine gute Möglichkeit, mit vielen Gedanken und Situationen umzugehen.
DOMRADIO.DE: Sie sind mit 18 Pilgerinnen und Pilgern unterwegs. Was ist das für eine Gruppe?
Kappe: Die Gruppe trifft sich heute Abend. Ein Teil kennt sich, ein anderer Teil kennt sich nicht. Auf jeden Fall sind das alles Leute, die schon mal gepilgert sind, und einfach Lust haben, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Aber das ist jetzt keine fest eingeschworene Gruppe.
DOMRADIO.DE: Und dann bleiben Sie noch ein paar Tage in Würzburg?
Kappe: Genau. Die Veranstaltung, die sucht sich jeder selbst raus, je nach Interesse. Und am Sonntag geht's dann wieder zurück.
Das Interview führte Carsten Döpp.