In der Regel findet alle zwei Jahre ein Katholikentag statt - diesmal in Würzburg. Der letzte war 2024 in Erfurt, 2028 wird erstmals Paderborn an der Reihe sein. In den ungeraden Jahren gibt es evangelische Kirchentage.
Katholikentage sind mehrtägige Großveranstaltungen, bei denen die katholische Kirche an die Öffentlichkeit geht. Sie finden in der Regel alle zwei Jahre statt, in diesem Jahr von Mittwoch bis Sonntag in Würzburg. 2024 war Erfurt an der Reihe, 2028 wird es erstmals Paderborn sein.
In den ungeraden Jahren lädt die evangelische Kirche zu ihren Kirchentagen ein, 2027 nach Düsseldorf. Dreimal gab es auch schon gemeinsame ökumenische Kirchentage: 2003 in Berlin, 2010 in München und 2021 in Frankfurt, wegen Corona aber nur in sehr eingeschränkter Form.
Prominente Gäste
In der Regel kommt viel politische Prominenz zu den Treffen, allen voran Bundespräsident und Bundeskanzler sowie etliche Ministerinnen und Minister. Hinzu kommen weitere Prominente aus Musik, Kultur und Sport.
Bei Katholikentagen diskutieren Zehntausende über gesellschaftspolitische und kirchliche Themen und feiern Gottesdienste. Lesungen, Gebete, Konzerte und Ausstellungen ergänzen das Programm. Veranstalter ist das von Laien getragene Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Gastgeber ist das jeweilige Bistum.
Seit 1848 - mit Pause in der NS-Zeit
Die Geschichte der Katholikentage in Deutschland reicht bis 1848 zurück. Von ihnen gingen immer wieder Impulse aus, etwa für eine katholisch-soziale Bewegung oder den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. In der NS-Zeit gab es keine Katholikentage. Das 1933 geplante Treffen wurde abgesagt, nachdem die Nationalsozialisten eine "Treueerklärung für Führer und Reich" gefordert hatten.
Der inzwischen 104. Katholikentag in Würzburg steht unter dem Motto "Hab Mut, steh auf!". Die Veranstalter rechnen mit rund 30.000 Dauerteilnehmern und etlichen Tagesgästen. Erwartet werden auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Bis Sonntag sind rund 900 Veranstaltungen geplant.