Französischer Theologe Bernard Sesboue mit 92 Jahren gestorben

Engagierter Jesuit

Der Pariser Jesuit und Theologe Bernard Sesboue ist tot. Er wurde unter anderem im Jahr 2011 für sein Engagement in der Ökumene von der Academie Francaise ausgezeichnet.

Kreuz auf einer Wiese / © kckate16 (shutterstock)

Er starb am Mittwochmorgen im Alter von 92 Jahren in der französischen Hauptstadt, wie die Zeitung "La Croix" (Online-Ausgabe) meldet. Sesboue war über Jahrzehnte Hochschullehrer für Patristik und Dogmatik in Paris und Mitglied der Internationalen Theologen-Kommission, wo er auch mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation und späteren Papst Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. verkehrte.

Zu seinen viel beachteten Schriften gehört unter anderen die Monographie "Croire" (Glauben) von 1999. Die Academie Francaise zeichnete den auch in der Ökumene hoch engagierten Sesboue 2011 für sein Lebenswerk aus.

2007 veröffentlichte der Jesuit ein theologisches Gutachten für seinen Ordensbruder, den Befreiungstheologen Jon Sobrino, dessen Lehren damals unter Papst Benedikt XVI. von der Glaubenskongregation in Teilen beanstandet wurden. Sesboue bescheinigte Sobrinos Christologie dagegen hundertprozentige Rechtgläubigkeit. Die Untersuchungsmethode der Vatikanbehörde bezeichnete er als "vorsätzlich argwöhnisch".

Quelle:
KNA
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