EKD-Präses plädiert für digitalen Systemwechsel in Kirchen

Kirche als digitale Organisation

Die EKD-Präses Heinrich fordert neue Herangehensweisen an die Digitalisierung in der Kirche. Die Fokussierung auf das Physische stimme nicht mehr mit der Lebensrealität der Menschen überein. "Fast alles startet in meinem Handy."

Wie kann Kirche eine digitale Organisation sein? / © Harald Oppitz (KNA)
Wie kann Kirche eine digitale Organisation sein? / © Harald Oppitz ( KNA )

Für einen digitalen Systemwechsel bei kirchlichen und religiösen Angeboten plädiert die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich. Statt nur "kleine Stellschrauben" zu verändern, brauche es ein völlig neues Denken und neue Herangehensweisen, sagte Heinrich der Zeitschrift "Herder Korrespondenz" (August) in Freiburg.

Anna-Nicole Heinrich / © Heike Lyding (epd)
Anna-Nicole Heinrich / © Heike Lyding ( epd )

Es gelte beispielsweise darüber nachzudenken, Kirche nicht mehr als "physische Organisation" mit digitalen Ausdrucksformen zu verstehen, sondern als eine digitale Organisation mit physischen Orten, sagte Heinrich. "Die Fokussierung auf das Physische stimmt nicht mehr mit der Lebensrealität vieler Menschen überein, die täglich zwölf Stunden Bildschirmzeit haben." Die EKD-Präses sagte, fast alles, was sie selbst tue, "startet ja mittlerweile in meinem Handy".

Quelle:
KNA