Diakon betont die Bedeutung von Gemeinschaft für eine stabile Ehe

"Die Liebe bewahren"

Am 8. Februar ist Welttag der Ehe. Der Kölner Diakon Meinolf Sprink ist seit über 30 Jahren verheiratet. Er sieht gute Freunde und bewusst verbrachte Zeit getrennt voneinander als wichtige Stützen für eine gelingende Ehe.

Autor/in:
Carsten Döpp
Ehepaar am Frühstückstisch  / © Daniel Hoz (shutterstock)
Ehepaar am Frühstückstisch / © Daniel Hoz ( shutterstock )

DOMRADIO.DE: Woody Allen sagte, dass die Ehe der Versuch sei, zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte. Hat er Recht?

Meinolf Sprink

"Wir gehen unsere Wege, aber kommen auch immer wieder zusammen."

Meinolf Sprink (Diakon mit Zivilberuf): Nein. Aus Erfahrung kann ich sagen, meine Frau und ich sind nicht immer eins. Wir gehen unsere Wege, aber kommen auch immer wieder zusammen. Ich glaube, das ist das Geheimnis unserer Ehe.

DOMRADIO.DE: Reicht denn die Liebe immer aus, um als Ehepaar lebenslang miteinander glücklich zu sein?

Meinolf Sprink

"Wir müssen sicherlich immer wieder gucken, wie wir die Liebe bewahren."

Sprink: Wir müssen sicherlich immer wieder gucken, wie wir die Liebe bewahren. Das hatten wir im vergangenen Jahr zum Beispiel, als unser letztes Kind ausgezogen ist. Wir haben plötzlich gemerkt, dass unser Haus leer ist und nur noch wir da sind. 

Wir haben erst mal unsere Freiheit genossen. Wir konnten abends mal ausgehen, ohne zu sagen, wo wir jetzt hingehen. Wir haben auch immer wieder etwas Neues ausprobiert.

DOMRADIO.DE: Was braucht es denn, damit eine Ehe auch Krisen übersteht?

Sprink: Es braucht sicherlich Freunde, Nachbarschaft, wo man hingehen kann, wo man sich ausweinen kann. Ich glaube, das haben wir weiter gebraucht. Gute Freunde, vor allem, denke ich.

DOMRADIO.DE: Haben Sie die auch in der Phase gebraucht?

Sprink: Ich bin mehrmals auf dem Jakobsweg gewesen, um den Kopf freizubekommen. Damit habe ich etwas anderes gemacht, ohne meine Frau. Dabei hatte ich auch gute Begleitung.

DOMRADIO.DE: Warum ist die Ehe eine gute Entscheidung für ein glückliches Leben?

Sprink: Weil man grundsätzlich nicht alleine ist. Es ist schön, morgens am Frühstückstisch zusammenzusitzen oder abends nach Hause zu kommen und sich auszutauschen. Dann kann man wieder getrennt Sport machen. Es geht darum, zu wissen, da ist einer oder eine, die da ist.

Das Interview führte Carsten Döpp.

Die Ehe als Sakrament

Die Paare verstehen ihre Ehe als einen sakramentalen Bund – als eine ganzheitliche Lebensgemeinschaft, die in ihrer Unauflöslichkeit die unverbrüchliche Treue der göttlichen Liebe spiegelt.

Sie begreifen ihren Ehebund und ihre eheliche Treue in Verbindung mit dem – in Jesus endgültig offenbar gewordnen – Versprechen, dass Gott in der konkreten Lebenswirklichkeit präsent ist und den Menschen unbedingt treu bleiben will.

Symbolbild Ehe / © BONDART PHOTOGRAPHY (shutterstock)
Quelle:
DR

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