Bischofskonferenz macht auf Opfer von Menschenhandel aufmerksam

"Moderne Sklaverei"

Zweimal im Jahr steht das Thema Menschenhandel besonders im Fokus. Während der allgemeine Welttag am 30. Juli begangen wird, ist es in der katholischen Kirche der 8. Februar. Die deutschen Bischöfe kritisieren "moderne Sklaverei".

Erntehelfer auf einem Spargelfeld / © Christian Charisius (dpa)
Erntehelfer auf einem Spargelfeld / © Christian Charisius ( dpa )

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz macht auf die Opfer von Menschenhandel auch in Deutschland aufmerksam. "Betroffene von Menschenhandel sind Opfer von Rechtlosigkeit und Unmenschlichkeit", erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenhandel der Migrationskommission der Bischofskonferenz, Weihbischof Ansgar Puff, am Freitag anlässlich des katholischen Welttags gegen den Menschenhandel in Bonn.

Der Glaube komme vom Hören, zitiert Weihbischof Ansgar Puff gerne den Heiligen Paulus. / © Beatrice Tomasetti (DR)
Der Glaube komme vom Hören, zitiert Weihbischof Ansgar Puff gerne den Heiligen Paulus. / © Beatrice Tomasetti ( DR )

Von Menschenhandel Betroffene lebten oft unerkannt in der Gesellschaft, "ausgebeutet in der Lebensmittelindustrie, in Lieferdiensten, auf dem Bau und nicht zuletzt in der Prostitution", so der Kölner Weihbischof. Christinnen und Christen setzten sich dafür ein, dass sie wieder in Würde leben könnten und sie Gerechtigkeit erführen.

Sensibilisierung gegen "moderne Sklaverei"

Puff plädiert im Kampf gegen die "moderne Sklaverei" für eine Sensibilisierung etwa im Handel, damit Einkäufer und Verbraucher keine Waren kauften, die durch Ausbeutung oder unter sklavenähnlichen Bedingungen produziert würden.

Die katholische Kirche begeht auf Initiative von Papst Franziskus seit 2015 am 8. Februar den Welttag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel. In diesem Jahr steht er unter dem Motto "Frieden beginnt mit Würde: Ein weltweiter Aufruf zur Beendigung des Menschenhandels".

Gebetstag gegen Menschenhandel

Der Weltgebetstag gegen Menschenhandel findet jährlich am 8. Februar statt. 2015 hat ihn Papst Franziskus ins Leben gerufen, da Millionen Menchen Opfer von Prostitition, Kinder- und Organhandel sind. Den 8. Februar hat der Papst bewusst gewählt. Es ist der Tag  der Heiligen Josephine Bakhita, die im 19. Jahrhundert im Sudan versklavt wurde und später in Italien dem Orden der Canossianerinnen beitrat (DOMRADIO, 6.2.2021)

Symbolbild Gebet, zu Hause / © PUWADON SANG (shutterstock)
Symbolbild Gebet, zu Hause / © PUWADON SANG ( shutterstock )
Quelle:
KNA