Aussendung des Altenberger Lichts

"Liebt einander"

Das Altenberger Licht 2026 ist auf dem Weg! Der Diözesanjugendseelsorger des Erzbistums Köln, Pfarrer Tobias Schwaderlapp, gibt den jungen Gläubigen einen guten Rat mit: Es genüge nicht, sich ein paar Emojis per WhatsApp zu schicken.

Heilige Messe mit Aussendung des Altenberger Lichts / © www.capture-life.de (kja)
Heilige Messe mit Aussendung des Altenberger Lichts / © www.capture-life.de ( kja )

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm auch in diesem Jahr wieder der Chor und die Band "GO(O)D News". Das Liedheft zu beiden Gottesdiensten aus Altenberg findet Ihr hier!

Diözesanjugenseelsorger Tobias Schwaderlapp sprach in seiner Predigt bei der Aussendungsfeier des Altenberger Lichts über das Motto "Herz an". Im Altenberger Dom betonte er, dass echter Glaube von Beziehung lebe. Digitale Formate seien hilfreich, blieben aber "Krücken im Verhältnis zu einer echten Begegnung".

Schwaderlapp wies in diesem Zusammenhang auf sein Primizgewand hin, das er auch in diesem Gottesdienst trug. Darauf sei das Herz Jesu dargestellt, das die "Berührbarkeit der Liebe Gottes" ausdrücken solle.

Der Diözesanjugendseelsorger erinnerte in seiner Predigt auch an den Wappenspruch von John Henry Newman: "Cor ad cor loquitur - Herz spricht zu Herz". Dieser Satz begleite auch Schwaderlapp persönlich seit 25 Jahren und sei ihm sehr ans Herz gewachsen.

Es sei wichtig, Beziehungen zu entdecken, zu pflegen und zu vertiefen. "Das Herz sprechen lassen, das Herz des anderen berühren und umgekehrt dieses Herz auch sich öffnen lassen und unser Herz berühren lassen. Das ist das, was uns als Menschen ausmacht", so Schwaderlapp. Informationen könnten digital ausgetauscht werden, über ChatGPT, Claude oder andere Künstliche Intelligenzen. Aber ein Herz werde erst erreicht, wenn man einer Person begegne.

Auch Glaubensweitergabe gelinge nicht durch Information, sondern durch gelebtes Zeugnis. Schwaderlapp erinnerte dazu an den Satz des heiligen Paulus aus dem 1. Thessalonicherbrief: "Wir wollten euch nicht nur am Evangelium teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben." Diese Art der Verkündigung habe Paulus den Christinnen und Christen vor 2000 Jahren vorgelebt.

Wer sein Innerstes teile, mache sich verletzlich, ermögliche aber Verwandlung. Gottes Liebe zeige sich im berührbaren Herzen Jesu und in Begleitung: "Gott öffnet sein Herz für dich - verlässlich und wahr." Daraus erwachse der Auftrag, selbst verlässlich zu handeln, präsent statt nur symbolisch zu reagieren und wahrhaftig statt inszeniert zu leben. "Wir können verlässlich sein, weil Gott mit uns verlässlich ist", betonte der Diözesanjugendseelsorger in seiner Predigt.

Anschließend stellte Schwaderlapp die Frage: "Wie kann ich ein verlässliches und wahres, wahrhaftiges Herz für meine Mitmenschen entwickeln?" Es genüge nicht, sich ein paar Emojis per WhatsApp zu schicken. Vielmehr sie es wichtig, ein Mensch seines Wortes zu sein.

Zu Ende betonte Schwaderlapp noch einmal: "Gott schenkt dir heute sein Herz verlässlich und wahr in diesem Licht. Und er schickt dich zu Menschen, die mehr brauchen als ein Emoji. Ein Herz, das bleibt."

"Herz an – Verlässlich und wahr"

Unter dem Motto "Herz an – Verlässlich und wahr" findet am 30. April und 1. Mai wieder das traditionelle Altenberger Licht in und um das Haus Altenberg statt. Hunderte von jungen Menschen feiern die Entzündung des Lichts um Mitternacht und seine Aussendung als Friedenszeichen.

Mit dem Motto stellt der Initiativkreis Altenberger Licht in diesem Jahr keine Krise ins Zentrum, sondern eine Haltung und Einladung: Herz an. Trau dich, dein Herz in die Hand zu nehmen. Ein Herz, das verlässlich und wahr ist. "Das biblische Wort aus der Offenbarung des Johannes – verbunden mit dem Versprechen: 'Siehe, ich mache alles neu!' – dieses Wort schenkt uns dafür den Grundton", erläutert Projektleiterin Katharina Nowak . "Es erinnert daran, dass Gott Zukunft eröffnet, dass Beziehungen heilen können, dass Nähe möglich ist. Dass wir nicht in Distanz, Oberflächlichkeit oder Beliebigkeit stecken bleiben müssen."

Am Donnerstag, 30. April, stimmte um 19 Uhr ein Opening in das Programm um die Jugendbildungsstätte und den Altenberger Dom ein. Geistliche, kreative und sportliche Angebote sowie gemeinsame Gottesdienste gehörten dazu. In einer feierlichen und stimmungsvollen Vigil (Lichtfeier) um 23 Uhr wurde das Altenberger Licht entzündet. Die Aussendung des Lichts und der Friedensbotschaft in die Familien, Gemeinden und Jugendgruppen weit über das Erzbistum Köln hinaus, stand dann am Freitag, 1. Mai um 10 Uhr, im Mittelpunkt. Im Anschluss bestand die Gelegenheit zum Eintopfessen vor dem Dom. Vigil und Messe wurden von DOMRADIO.DE live übertragen.

Quelle: Erzbistum Köln

Altenberger Licht

In jedem Jahr, am 1. Mai, treffen sich wieder tausende junge Christen in Altenberg. Im Dom der katholischen Jugend wird das ALTENBERGER LICHT entzündet, ein Zeichen des Friedens – des inneren Friedens im Herzen und des äußeren Friedens in der Welt. Von Altenberg aus nehmen viele junge Menschen das Licht mit in ihre Gemeinden und Gemeinschaften, in Deutschland und darüber hinaus zu unseren befreundeten Jugendgruppen in Europa.

Aussendungsfeier Altenberger Licht: Übergabe des Lichts / © Henning Martin Schoon (privat)
Aussendungsfeier Altenberger Licht: Übergabe des Lichts / © Henning Martin Schoon ( privat )
Quelle: