Kardinal Woelki segnet neues Edith-Stein-Exerzitienhaus in Altenberg

Ein Haus voll Glorie

Zwölf Jahre nach der Schließung des alten Exerzitienhauses auf dem Siegburger Michaelsberg hat Kardinal Woelki das neue Edith-Stein-Haus in Altenberg gesegnet. Zukünftig werden hier Menschen geistliche Angebote wahrnehmen können.

Autor/in:
Alexander Foxius
Edith-Stein-Haus in Altenberg / © Alexander Foxius (DR)
Edith-Stein-Haus in Altenberg / © Alexander Foxius ( DR )

Der Raum Horeb ist gut gefüllt. Warmes Licht fällt von der Decke auf die vertäfelten Holzwände und den schlichten Parkettboden. Der Kölner Erzbischof Rainer Kardinal Woelki steht umringt von Dutzenden Menschen vor einem schlicht gehaltenen Messingkreuz ohne figürliche Darstellung. Bevor der Kardinal das Kreuz und die Räume des Edith-Stein-Hauses mit Weihwasser segnet, singen die Gäste der Segnung feierlich das Lied "Ein Haus voll Glorie schauet".

Kardinal Woelki segnet das Edith-Stein-Haus in Altenberg / © Alexander Foxius (DR)
Kardinal Woelki segnet das Edith-Stein-Haus in Altenberg / © Alexander Foxius ( DR )

Ein Haus voll Glorie soll es werden, wünscht sich der Kardinal. Zwölf Jahre ist es her, dass das ursprüngliche Edith-Stein-Exerzitienhaus in Siegburg schließen musste, als die Benediktiner das Kloster aufgaben. Mit dem Umzug des Katholisch-Sozialen Instituts auf den Siegburger Michaelsberg begann im Erzbistum eine knapp über zehnjährige Suche nach einem neuen Standort für ein Exerzitienangebot.

Neu in eine Beziehung mit Gott hineinkommen

"So ein Exerzitienhaus ermutigt uns, wieder neu in eine Beziehung mit Gott hineinzukommen und zu üben, mit Gott zu leben, ihn in das eigene Leben hineinzuholen und uns ihm zu übergeben.", sagt Kardinal Woelki. Gäste seien in Altenberg eingeladen, ein Angebot zu finden, um zur Ruhe zu kommen und um Kraft und Ermutigung für den Alltag zu schöpfen.

Ensemble im Bergischen - Edith-Stein-Haus, Dom und Haus Altenberg / © Alexander Foxius (DR)
Ensemble im Bergischen - Edith-Stein-Haus, Dom und Haus Altenberg / © Alexander Foxius ( DR )

Das Edith-Stein-Haus liegt nur einen Steinwurf vom Altenberger Dom und der Jugendbildungsstätte des Erzbistums Köln "Haus Altenberg" entfernt. Das "Alte Brauhaus" aus dem frühen 18. Jahrhundert war einst eine klösterliche Brauerei und ein Wirtschaftsgebäude, als Altenberg noch eine Zisterzienser-Abtei war. So wie das gebraute Bier früher Nahrung war, erhofft sich das Erzbistum hier geistige Nahrung für die zukünftigen Gäste.

Ein Ort der Ruhe

Am Ufer der Dhünn zeigt sich das Edith-Stein-Haus an seiner Rückseite von seiner stillen, fast verborgenen Seite. Das Gebäude besteht aus hellem Bruchstein. Ein schmaler Weg zieht sich zwischen Hauswand und Ufer entlang. Die Atmosphäre ist leise, beinahe kontemplativ. Wer hier entlanggeht, erlebt Altenberg nicht als touristischen Ort, sondern reduziert auf das Wesentliche. Ein Ort, um zur Ruhe und zum Gebet zu finden.

Am Ufer der Dhünn zeigt sich das Edith Stein Haus an seiner Rückseite von seiner stillen Seite / © Alexander Foxius (DR)
Am Ufer der Dhünn zeigt sich das Edith Stein Haus an seiner Rückseite von seiner stillen Seite / © Alexander Foxius ( DR )

Auch die 22 Gästezimmer im für etwa fünf Millionen Euro sanierten Edith-Stein-Haus präsentieren sich in bewusst schlichter, fast klösterlicher Klarheit. Helle Wände, ein ruhiger Holzfußboden und funktionales Mobiliar prägen den Raum, der auf das Wesentliche reduziert ist. Der Blick aus dem Fenster offenbart die umgebende Natur des Bergischen Landes mit der Dhünn, dem Dom und viel Natur.

Impulse für Geistliche Vision

"Durch die Gestaltung des Hauses und die Art und Weise, wie wir auch im Haus arbeiten, wird sich dann auch schon die entsprechende Rückzugsmöglichkeit bieten", betont Marianne Bauer, die als Fachbereichsleiterin Geistliches Leben, Bibel & Liturgie im Erzbischöflichen Generalvikariat mit ihrem Team das geistliche Angebot des Hauses verantwortet.

Die 22 Gästezimmer im Edith-Stein-Haus präsentieren sich bewusst schlicht / © Alexander Foxius (DR)
Die 22 Gästezimmer im Edith-Stein-Haus präsentieren sich bewusst schlicht / © Alexander Foxius ( DR )

Kardinal Woelki erhofft sich vom neuen Haus auch Impulse für die Geistliche Vision des Erzbistums. Er wünscht sich für die kommenden Jahre, "dass hier Menschen hinkommen, die sich auch immer tiefer in diese Vision hineindenken und hineinbeten". Vom Edith-Stein-Haus erhofft er sich, dass von diesem Ort aus auch die ganze Erzdiözese eine Erneuerung erfährt. Dann wäre es wahrhaft ein "Haus voll Glorie".

Information der Redaktion: Das Kursprogramm des Edith-Stein-Hauses umfasst verschiedene Angebote für Gruppen und Einzelgäste, von etablierten Kursen bis zu neuen geistlichen Veranstaltungsformaten. Es ist auf der Website (www.erzbistum-koeln.de/edith-stein-haus) zu finden.

Am 22. März von 11 bis 17.30 Uhr lädt das Team des Edith-Stein-Hauses alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür ein, um die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und über Schnupper-Angebote das Programm kennenzulernen. Anmeldemöglichkeit und Programmübersicht gibt es auf www.erzbistum-koeln.de/edith-stein-haus

Quelle:
DR

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