Frankreichs Bischöfe beenden Ad-limina-Besuchsreihe im Vatikan

Aufarbeitung vorantreiben

Die katholischen Bischöfe Frankreichs haben ihre traditionellen Ad-limina-Besuche mit einer Audienz bei Papst Franziskus abgeschlossen. Wie der Vatikan bestätigte, war am Freitag eine Gruppe aus den nordöstlichen Kirchenprovinzen des Landes zu Gast.

Französische Bischöfe bei Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Französische Bischöfe bei Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Eric de Moulins-Beaufort, teilte via Twitter mit, dass es bei dem Besuch in Rom auch um das Thema sexueller Missbrauch gegangen sei. Das Ausmaß der Sexualverbrechen im kirchlichen Umfeld sei "größer als befürchtet", zitierte die Zeitung "La Croix" den Erzbischof von Reims.

Nun gehe es darum, die Aufarbeitung weiter voranzutreiben. Die Kirche in Frankreich erwäge unter anderem die Schaffung einer unabhängigen Stelle zur Bewertung von Präventionsmaßnahmen.

Ad-limina-Besuch

Alle fünf bis sieben Jahre sind die katholischen Bischöfe aus aller Welt laut dem Kirchenrecht zu einem sogenannten Ad-limina-Besuch im Vatikan verpflichtet. Zweck ist, dass die Bischöfe eines Landes den Papst über die jeweilige Situation in ihren Diözesen informieren.

Der Turnus der französischen Besuche war durch den Ausbruch der Pandemie im März 2020 unterbrochen worden. Anfang September wurden die Besuche wieder aufgenommen. Nächste Woche wird eine Delegation polnischer Bischöfe im Vatikan erwartet.

Quelle:
KNA
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