Französische Bischöfe zu Missbrauchsentschädigung

Kein Griff in den Spendentopf

Die Französische Bischofskonferenz will Spenden nicht für die Entschädigung von Missbrauchsopfern verwenden. Mit den Einnahmen würden "ausschließlich" kirchliche Aktivitäten finanziert, betonte sie in einer veröffentlichten Pressemitteilung.

Geld im Kollektenkorb / © Harald Oppitz (KNA)
Geld im Kollektenkorb / © Harald Oppitz ( KNA )

Die katholische Kirche in Frankreich verzeichne seit 2017 einen Rückgang der Einnahmen. Insgesamt wurden 2018 248 Millionen Euro für die Kirche in Frankreich gespendet.

Wie viele Spenden 2019 eingenommen würden, sei noch ungewiss. Die Kirche erwartet auch für das laufende Jahr rückläufige Einnahmen. Sie führt das unter anderem darauf zurück, dass viele Spender auch für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame gespendet hätten sowie eine "Ratlosigkeit" bei einigen katholischen Spendern, die aus den Missbrauchsvorfällen resultiere.

Anzahl der Spender wird geringer

Der Rückgang der Einnahmen erklärt sich zum Beispiel aus einer kleineren Anzahl der Spender insgesamt. Zwischen 2008 und 2018 sank die Zahl um etwa ein Drittel auf rund eine Million. Die durchschnittliche Höhe einer Spende stieg jedoch über diesen Zeitraum von 156 Euro auf 243 Euro an.

Anders als in Deutschland gibt es in Frankreich keine Kirchensteuer, die über den Staat eingezogen wird.

Quelle:
KNA
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