Sie bekommt für ihr Engagement in diesem Jahr den Albrecht-Weinberg-Preis. Sie wird für ihr langjähriges soziales und gesellschaftliches Engagement geehrt, wie die Gemeinde am Mittwoch mitteilte. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert und soll am 22. Februar überreicht werden.
Der Preis erinnert an den Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg, der als Zeitzeuge und Mahner weit über Oldenburg hinaus wirkt. Er wurde im vergangenen Jahr anlässlich Weinbergs 100. Geburtstags ins Leben gerufen und an den Namensgeber selbst überreicht. In diesem Jahr würdigt die Gemeinde mit der Auszeichnung Hegers jahrzehntelangen Einsatz für Inklusion, Erinnerungskultur und den christlich-jüdischen Dialog, wie es hieß. Die Laudatio und Preisverleihung übernimmt Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Heger pflegt seit Jahrzehnten jüdisches Gedenken
Heger, 1944 in Zwickau geboren und in Berlin aufgewachsen, prägte als Heil- und Diplom-Pädagogin insbesondere die Behindertenarbeit in Oldenburg. Seit den 1970er Jahren engagiert sie sich zudem intensiv für jüdisches Leben in der Stadt, kümmerte sich um den einst verwaisten jüdischen Friedhof an der Dedestraße und setzte sich in der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit für Begegnung und Aufklärung ein. Auch die Pflege von Kontakten zu Shoah-Überlebenden gehörte zu ihrem langjährigen Engagement.
Im Rahmen der Veranstaltung werden außerdem die Rabbiner Netanel Olhoeft und Levi Israel Ufferfilge offiziell in ihr Amt eingeführt. Beide sind seit Kurzem als Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg tätig und engagieren sich zugleich in Lehre, Forschung und Bildungsarbeit. Zu der Feier im Kulturzentrum PFL in Oldenburg werden rund 200 geladene Gäste aus Politik, Kirchen, Religionsgemeinschaften und der Stadtgesellschaft erwartet, darunter Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD).