Feier für Hamburger Bischöfin Fehrs zum 60. Geburtstag

Andacht und Empfang im Hamburger Michel

Mit einer Andacht und einem anschließenden Empfang in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis haben rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kirche den 60. Geburtstag der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs gefeiert.

Bischöfin Kirsten Fehrs in Sportkleidung / © Philipp Reiss (Nordkirche)
Bischöfin Kirsten Fehrs in Sportkleidung / © Philipp Reiss ( Nordkirche )

"Ihre Stimme wird gehört und hat in unserer Heimatstadt großes Gewicht", sagte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit in einem Grußwort. "Ihr Wort in Hamburgs Ohr inspiriert viele Menschen, Gutes zu tun, über Themen, die uns allen am Herzen liegen, nachzudenken, und häufig bietet es in schweren Zeiten auch Trost."

Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher, sagte, die Reden und Predigten von Fehrs seien "auch deshalb so stark und bewegend, weil hinter ihren klaren Worten klare Haltungen stehen". Fehrs vertrete die christlichen Werte "mit klaren Worten, die besonders drängend werden, wenn Menschen in Not sind, als Opfer von Gewalt oder Diskriminierung, als Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten, als Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in belastenden Situationen leben durch Krankheit, Behinderung, wirtschaftliche Not oder wie zuletzt als besonders Betroffene in der Corona-Pandemie."

Pastorin und Schwester statt Kirchenfürstin

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sagte, mit Fehrs assoziiere man keine "Kirchenfürstin, sondern die Pastorin und Schwester". Das täte der Kirche gut. Sie laufe vor schwierigen Aufgaben nicht davon, sondern stelle sich ihnen, sagte der bayerische Landesbischof über die Theologin, die sich für die EKD unter anderem der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauch widmete. Mit ihrer Empathie habe Fehrs dazu beigetragen, dass die Kirche zwar beständig lernen müsse, aber gleichzeitig auch große Schritte nach vorn unternommen habe. "Du strahlst für viele Menschen Segen aus", so Bedford-Strohm.

Die aus Wesselburen (Dithmarschen) stammende Fehrs ist seit 2011 Bischöfin des Sprengels Hamburg und Lübeck der Nordkirche. Zuletzt wurde sie im Juni für weitere acht Jahre in ihrem Amt bestätigt. Ihre Schwester ist die Rektorin der Berliner Humboldt-Universität, Sabine Kunst. 

Kirsten Fehrs

In Wesselburen (Schleswig-Holstein) geboren, studierte Kirsten Fehrs evangelische Theologie an der Universität Hamburg mit dem Schwerpunkt "Praktische Theologie". Während des Studiums war sie in verschiedenen Bereichen der Seelsorge ehrenamtlich tätig, und zwar in der Urlauber-, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge. 

Kirsten Fehrs / © Jens Schulze (epd)
Kirsten Fehrs / © Jens Schulze ( epd )


 

Quelle:
KNA
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