Geschmückter Weihnachtsbaum
Geschmückter Weihnachtsbaum
Matthias Kopp
Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

30.10.2020

Kirchen führen auf Weihnachten in Corona-Zeiten hin "Fürchtet euch nicht"

Die evangelische und die katholische Kirche sind mit Blick auf Weihnachten gemeinsam aktiv geworden und haben im Internet Materialien bereitgestellt. Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, zu den Hintergründen.

DOMRADIO.DE: "Fürchtet euch nicht", das steht ganz oben auf der Seite gottbeieuch.de. Was gibt es da zum Download?

Matthias Kopp (Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz): Ganz genau, erstmal steht da "fürchtet euch nicht" und darunter ist die Krippe. Und dann der Slogan "Gott bei euch". Wir wollen gemeinsam ökumenisch klarmachen, dass wir Weihnachten dieses Jahr feiern, egal wie die Pandemie aussieht. Deshalb haben wir gesagt, wir wollen ökumenische Materialien anbieten, Plakate, Liedzettel und demnächst auch noch einen Flyer für Hausliturgien. Denn, falls nicht alle in die Kirchen kommen, womit wir rechnen, soll es wenigstens die Möglichkeit geben, zu Hause eine kleine Liturgie zu feiern, ein Gebet zu sprechen und das Weihnachtsevangelium zu lesen. Das alles steht dahinter und vor allem die Zusage: "Gott ist bei euch", auch in dieser schweren Zeit.

DOMRADIO.DE: Warum ist es Ihrer Ansicht nach so wichtig, auch gemeinsame ökumenische Wege zu gehen?

Kopp: Wir sind Ostern noch getrennte Wege gegangen. Natürlich hat jeder seine Gottesdienste gehabt, aber nur im Fernsehen. Wir wissen, Ostern ist gewissermaßen in den Kirchen ausgefallen, in die Fernsehgeräte verlegt worden. Daraus haben wir gelernt. Wir haben gesagt, wir wollen möglichst früh Dinge anbieten, um zu motivieren, wenigstens irgendwie zusammenzurücken. Die Pandemie lässt uns näher zusammenrücken. Deshalb gibt es viele gute Beispiele von Freiluft-Gottesdiensten. Ich denke an Mainz, wo die evangelische und katholische Kirche mit ihrem Ortsbischöfen ins Stadion gehen will. Aber auch im Kleinen soll was angeboten werden, und dazu dienen die Materialien.

DOMRADIO.DE: Auf der Seite gibt es auch eine Art digitales Kollektenkörbchen. Was hat es damit auf sich?

Kopp: Wir haben dort auf die Seite weihnachtskollekten.de verlinkt, weil zum ersten Mal in der Geschichte Brot für die Welt, evangelisch, und Adveniat, katholisch, gemeinsam die Weihnachtskollekten durchführen. Wir müssen ja damit rechnen, dass viele nicht in die Kirchen gehen können. Da aber die beiden Hilfswerke unbedingt auf die Kollekten angewiesen sind und wir auch eine Verpflichtung zur Solidarität mit dem Nächsten haben, haben beide Hilfswerke gesagt: Machen wir es gemeinsam. Das ist das digitale Kollektenkörbchen.

Das Interview führte Tobias Fricke.

(DR)

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