Archivbild: Umhänge des Ritterordens vom Heiligen Grab
Archivbild: Umhänge des Ritterordens vom Heiligen Grab
Reinhard Kardinal Marx
Reinhard Kardinal Marx

30.05.2021

Kardinal Marx nimmt in Speyer 23 neue Grabesritter auf In feierlichem Gottesdienst

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat am Wochenende 10 Frauen und 13 Männer in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen. Mit Blick auf den weltweiten Synodalen Weg des Papstes zeigte sich Kardinal Marx dankbar.

In einem feierlichen Gottesdienst im Speyerer Dom, den Marx als Großprior des deutschen Ordenszweigs leitete, erhielten die neuen Grabesritter Ordenskreuz und Mantel, die Männer zusätzlich einen Ritterschlag. Wegen der Corona-Vorgaben durften nur rund 100 Menschen an dem Gottesdienst teilnehmen. Ursprünglich waren etwa 700 Personen erwartet worden.

Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Der Ritterorden ist ein päpstlicher Laienorden mit Sitz im Vatikan. Er hat nach eigenen Angaben weltweit 30.000 Mitglieder, davon 1.400 in Deutschland. Hauptaufgabe ist die Unterstützung der Christen im Heiligen Land. Dort fördert der Orden Sozial- und Bildungsprojekte sowie Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime oder Hochschulen. Die Mitglieder verpflichten sich, den katholischen Glauben zu bekennen sowie Gesellschaft und Kirche zu dienen. Der Orden wählt seine Mitglieder aus, eine Bewerbung ist nicht möglich. Seit 1883 sind Frauen zugelassen.

In seiner Predigt erinnerte Kardinal Marx an die enge Verbundenheit des italienischen Politikers Aldo Moro mit Papst Paul VI., der sich den Roten Brigaden als Geisel für Aldo Moro angeboten hatte. An dieser Geste sei deutlich geworden, dass "nichts für einen Terroristen oder Extremisten schlimmer ist als ein Mensch, der Versöhnung stiftet, der Brücken baut, der auf den anderen zugeht und sich für den anderen einsetzt. Terroristen und Extremisten wollen spalten, sie leben vom Hass und den tiefen Gräben der Verschwörung." Paul VI. und Aldo Moro hätten aus ihrem Glauben heraus genau das Gegenteil bewiesen.

Mit Blick auf den Völkerapostel Paulus charakterisierte Marx es als Auftrag der Kirche, das Alte und das Neue zu verbinden, "nicht falschen Kompromissen hinterherzulaufen und eine dynamische Entwicklung der Kirche zuzulassen. Nur so kann sich Kirche heute unter diesen Zeichen der Zeit entfalten."

Kardinal Marx ist dankbar für weltweiten Synodalen Weg des Papstes

Der Kardinal begrüßte in diesem Zusammenhang die Ankündigung von Papst Franziskus, die katholische Weltkirche ab Oktober auf einen zweijährigen synodalen Weg zu schicken. "Es sind Zerreißproben, die wir derzeit erleben - Transformationsprozesse in Kirche und Gesellschaft. Das ist nicht leicht. Aber gerade deshalb ist der Synodale Weg eine Hilfe, den Schatz des Evangeliums neu zu finden", so Marx : "Wir gehen diesen Weg mutig voran und ich bin dankbar, dass der Papst diesen synodalen Weg auf die Kirche weltweit ausgeweitet hat. Denn es geht darum, den Weg der Kirche von morgen miteinander zu suchen."

Papst Franziskus hatte vergangene Woche einen weltweiten Beratungsprozess der katholischen Kirche zu Gemeinschaft und Teilhabe angekündigt, der im Oktober starten soll. Inhaltliche oder thematische Vorgaben gibt es nicht. In Deutschland diskutieren katholische Bischöfe und Laien bereits seit 2019 auf einem nationalen Synodalen Weg über Kirchenreformen. Ein Auslöser war der Missbrauchsskandal.

(KNA)

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