24.06.2008 - 09:24

Künstlerin Margareta Schulz

Margareta Schulz hat rund 20 Jahre lang als Altenpflegerin gearbeitet. Mit der Gesundheitsreform im Jahr 2000 hat sie den Job aufgegeben: "Ich konnte das nicht mehr vertreten." Sie studierte Malerei mit dem Schwerpunkt Kulturpädagogik und ist heute als Künstlerin tätig. Unter anderem hat sie sich künstlerisch mit dem Thema Demenz auseinandergesetzt, mit dem sie als Altenpflegerin oft zu tun hatte.

Eine besonders geliebte Herausforderung sind für Margareta Schulz immer wieder Projekte mit Jugendlichen. Beim Hundertwasser-Projekt entstand ein großes Wandmosaik in der Overather Friedenskirche, das die Arche Noah zeigt. Bei einem Partnerschaftsprojekt zwischen einer Gemeinde in Deutschland und einer Gemeinde in Tschechien haben sich die Jugendlichen mit der Vergangenheit beider Länder beschäftigt und unter anderem das KZ Theresienstadt gemeinsam besucht. "Es war den deutschen sehr unangenehm, das alles mit ihren neuen Freunden zu sehen." Anschließend haben die Jugendlichen ihre Eindrücke gemalt, in Gegenstände wie zum Beispiel einem Boot umgesetzt und aufgeschrieben. Seit drei Jahren ist Margareta Schulz Vorsitzende des Internationalen Künstlervereins. Dort geht es ihr auch vor allem um den grenzüberschreitenden, interkulturellen Austausch. Warum Kunst für sie "Bewegung pur" ist, wird sie im domradio erzählen - und vieles mehr.