Margot Käßmann

Margot Käßmann / © Meiko Herrmann (KNA)

Als hannoversche Landesbischöfin wurde Margot Käßmann 2009 zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt - sie war die erste Frau an der Spitze der EKD. In der Öffentlichkeit ist die Mutter von vier Töchtern für ihre klaren Stellungnahmen und durch ihre zahlreichen Publikationen bekannt. Zuletzt war die 59-Jährige Botschafterin des Rats der EKD für das 500. Reformationsjubiläum, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde.

Käßmann wurde am 3. Juni 1958 als Tochter eines Kfz-Schlossers und einer Krankenschwester im hessischen Marburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Theologie, promovierte zum Thema "Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche" und wurde 1985 zur Pfarrerin ordiniert. Mit ihrer Wahl zur Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover 1999 stand sie der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland vor.

Zehn Jahre später, 2009, wurde sie zur Ratsvorsitzenden der EKD gewählt, wo sie auf Wolfgang Huber folgte. Nachdem die Polizei sie bei einer Autofahrt stoppte, bei der sie als Fahrerin unter Alkoholeinfluss stand, legte sie 2010 nach nur vier Monaten im Amt den Ratsvorsitz nieder und trat auch als Landesbischöfin zurück. (epd/Stand 19.03.2018)