Dr. Ulrich Neymeyr wurde am 12. August 1957 in Worms geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Mainz und Münster. Nach seiner Priesterweihe am 12. Juni 1982 war Neymeyr zwei Jahre lang Kaplan in Mainz.
Von 1984 bis 1987 promovierte er zum Doktor der Theologie über: „Die christlichen Lehrer im zweiten Jahrhundert: ihre Lehrtätigkeit, ihr Selbstverständnis und ihre Geschichte“.
Anschließend war Neymeyr als Subregens am Mainzer Priesterseminar tätig. 1993 wechselte er als Pfarrer in die Opelstadt Rüsselsheim, im Jahr 2000 schließlich nach Worms.
Am 20. Februar 2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Mainz. Die Bischofsweihe war am 21. April desselben Jahres im Hohen Dom zu Mainz, zusammen mit Dr. Werner Guballa. Zu seinen Aufgaben als Weihbischof gehörten ausführliche Besuche in den Dekanaten des Bistums, um mit Haupt- und Ehrenamtlichen zu sprechen und mit ihnen die Möglichkeiten kirchlichen Lebens und Handelns vor Ort auszuloten. Außerdem leitete er als Bischofsvikar für die Jugend das Dezernat Jugendseelsorge im Bistum Mainz.
Am 19. September 2014 wurde Ulrich Neymeyr schließlich durch Papst Franziskus zum Bischof von Erfurt ernannt. Er ist damit als Nachfolger von Bischof Dr. Joachim Wanke der zweite Bischof des 1994 neugegründeten Bistums Erfurt und wurde am 22. November 2014 in der Hohen Domkirche St. Marien zu Erfurt feierlich in sein Amt eingeführt.
Sein Wahlspruch für das Bischofsamt stammt aus dem Römerbrief: CHRISTUS SUSCEPIT NOS – Christus hat uns angenommen (Röm 15,7).
In der Deutschen Bischofskonferenz übernimmt er die Leitung der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender der Publizistischen Kommission sowie der Ökumenekommission.