Der Deutsche Caritasverband kritisiert die bisherigen Pläne der Bundesregierung für die Vorgaben zum Heizen. Der Gesetzentwurf, der noch in der Regierung abgestimmt wird, bleibe hinter den Erwartungen zurück, sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa am Mittwoch in Berlin. Die aktuelle Energiekrise mache sichtbar, wie riskant die Abhängigkeit von fossiler Energie sei.
Die geplante "Grüngasquote" drohe klimapolitisch wirkungsschwach zu bleiben, warnte die Caritas-Chefin. Sie teile die in die Quote gesetzten Hoffnungen nicht. Mit dem sogenannten Gebäudemodernisierungsgesetz soll das "Heizungsgesetz" geändert werden. Damit könnte eine Mindestquote von zu verwendenden nachhaltigen Brennstoffen eingeführt werden, die schrittweise steigen würde. Gas- und Ölheizungen blieben aber prinzipiell erlaubt.
Welskop-Deffaa forderte dagegen eine konsequente Umstellung auf erneuerbare Energien: "Wer Anreize für fossile Energien erhält, erweist Menschen mit wenig Einkommen ebenso wie dem Klima einen Bärendienst."