Papst ermutigt Äquatorialguineas Jugend zu Teilhabe an Gesellschaft

Im Glauben Zukunft gestalten

Äquatorialguinea verfügt über reiche Bodenschätze. Doch bei der Bevölkerung kommt kaum etwas von diesem Wohlstand an. Zugleich ist das kleine Land reich an jungen Menschen. Zu ihnen sprach Papst Leo XIV. am Mittwochabend.

Messe mit Papst Leo XIV. in Mongomo, Äquatorialguinea / © Lola Gomez/CNS photo (KNA)
Messe mit Papst Leo XIV. in Mongomo, Äquatorialguinea / © Lola Gomez/CNS photo ( KNA )

Papst Leo XIV. hat junge Menschen in Äquatorialguinea zum Einsatz für eine christlich geprägte Gesellschaft aufgerufen. Das Land blicke auf "alte und edle Werte" wie den Dienst am Nächsten, Einheit, Familie und Gastfreundschaft, sagte er am Mittwochabend vor rund 50.000 Jugendlichen und Familien in der Stadt Bata. 

"Dies ist das glanzvolle und anspruchsvolle Erbe, auf dessen Grundlage ihr, liebe junge Menschen, im Glauben eure Zukunft und die eures Landes gestalten sollt", so Leo XIV. 

Jungen Menschen, die sich auf das Sakrament der Ehe vorbereiten, sagte er: "Ehepartner und Eltern zu sein, ist eine begeisternde Aufgabe, ein Bund, der Tag für Tag gelebt werden will, in dem man sich gegenseitig stets neu entdeckt und gemeinsam mit Gott das Wunder des Lebens ermöglicht und das Glück für euch und für eure Kinder."

Schutz für ungeborenes und heranwachsendes Leben

Es gelte, "eine bessere Welt aufzubauen", die auf der Achtung vor dem ungeborenen und heranwachsenden Leben gründe, ebenso wie auf dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kindern. "Eine Familie, in der man es versteht, einander anzunehmen und zu lieben, ist Licht, ist Wärme."

Weiter erinnerte Leo an den bisher einzigen Besuch eines Papstes in dem kleinen zentralafrikanischen Land: Johannes Paul II. habe 1982 an die Menschen appelliert, ein Vorbild von Eintracht, gegenseitiger Liebe sowie der Fähigkeit zur Versöhnung und der Achtung der Rechte jedes Bürgers, jeder Familie und jeder sozialen Gruppe zu sein. "Diese Worte leiten unsere Herzen auch heute noch und müssen euren Weg erhellen, wenn ihr euch auf eure zukünftigen Aufgaben vorbereitet", sagte der Papst.

Berufungen von Priestern und Ordensleuten

Wer eine Berufung als Ordensfrau, Ordensmann oder Priester spüre, solle Christus ohne Furcht auf diesem Weg besonderer Hingabe folgen, ermutigte er. "Ein Leben für Gott ist ein glückliches Leben, das sich jeden Tag im Gebet, in den Sakramenten und in der Begegnung mit den Brüdern und Schwestern erneuert, mit denen uns der Herr auf unserem Weg zusammenführt", unterstrich der Papst in dem Land mit einem Katholikenanteil von rund 80 Prozent.

Das Licht der Nächstenliebe, das in den Familien gepflegt und im Glauben gelebt werde, könne die Welt samt ihrer Strukturen und Institutionen verwandeln, so dass jeder Mensch Anerkennung finde und niemand vergessen werde, bekräftigte er. Dies sollten sich die Menschen zum Vorsatz nehmen, damit Christus, "das Licht Äquatorialguineas, Afrikas und der ganzen Welt", alle in eine hoffnungsvolle Zukunft führe, schloss Leo XIV.

Live: Papst Leo XIV. in Afrika

Am 13. April beginnt Leo XIV. seine bisher längste Auslandsreise als Papst und besucht vier Länder in zehn Tagen: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. DOMRADIO.DE überträgt alle wichtigen Stationen live in Kooperation und mit deutschem Kommentar von Vatican News.

Montag, 13. April

Rom – Algier

Quelle:
KNA