Zwei Kardinäle werden im Juli bei einem öffentlichen Forum über die Rolle religiöser Gemeinschaften in Zeiten wachsender Aufrüstung diskutieren.
Teilnehmen werden die Kardinäle Blase Cupich aus Chicago und Ladislav Nemet aus Belgrad, wie die Organisatoren der Diskussionsrunde im kroatischen Küstenort Lovran der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch bestätigten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Beitrag Kirchen und andere Religionsgemeinschaften zu Frieden und Versöhnung leisten können.
Anlass sind neue Kriege, zunehmende geopolitische Spannungen und Aufrüstungstendenzen. Die öffentliche Diskussionsrunde am 14. Juli ist Teil einer theologischen Tagung vom 12. bis 18. Juli in Lovran. Veranstalter ist das Erzbistum Rijeka unter Leitung von Erzbischof Mate Uzinic. Die Tagung richtet sich an Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Theologie verschiedener Konfessionen sowie an muslimische Theologinnen und Theologen.
Namhafte Kirchenvertreter
An den theologischen Mittelmeer-Tagungen nahmen in den vergangenen Jahren bereits mehrere hochrangige Kirchenvertreter teil, darunter der englische Kardinal Timothy Radcliffe und die vatikanische Synodenberaterin Nathalie Becquart.
Zu den Gästen gehörten zudem die deutsche Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins sowie der tschechische Soziologe und Theologe Tomas Halik. Vorträge hielten außerdem der Jesuit James Martin und der Chef des vatikanischen Synodensekretariats, Kardinal Mario Grech. Kardinal Cupich ist in den USA für öffentliche
Äußerungen zur Migrationspolitik von Präsident Donald Trump bekannt. Zudem äußerte er sich mehrfach kritisch zur Kriegspolitik der Trump-Regierung, zuletzt Mitte März gemeinsam mit den Kardinälen Robert McElroy (Washington) und Joseph Tobin (Newark) im US-Fernsehsender CBS.