Wer versucht, Konflikte mit Macht, Drohungen und Krieg zu lösen, stellt sich gegen die Lehre des Evangeliums: Davon ist der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl überzeugt.
"Wenn führende Politiker mit der Vernichtung von Zivilisationen drohen und eine Sprache und Haltung fördern, die Spaltung vertieft und militärische Lösungen begünstigt, ist das aus christlicher Sicht entschieden zurückzuweisen", sagte Gössl dem "Focus".
Warnung vor "Kultur des Todes"
Eine derartige Politik widerspreche der Würde des Menschen und fördere eine "Kultur des Todes", so Gössl. Er sei Papst Leo XIV. dankbar, dass er seine Stimme für den Frieden erhebe, erklärte der Erzbischof. Dieser habe unmissverständlich daran erinnert, dass jede Form von Gewaltpolitik den Frieden untergrabe und das Leben unschuldiger Menschen aufs Spiel setze.