Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben den vor einem Jahr gestorbenen Papst Franziskus gewürdigt.
"Franziskus hat uns eindringlich daran erinnert, dass die Kirche nur dann glaubwürdig ist, wenn sie sich den Menschen zuwendet – besonders den Armen, den Ausgegrenzten und denen an den Rändern der Gesellschaft", so der Bischofskonferenz-Vorsitzende Bischof Heiner Wilmer am Dienstag in den Sozialen Medien. Mit seinem Einsatz für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Frieden habe Franziskus weit über die Kirche hinaus gewirkt.
Vor einem Jahr, am 21. April 2025, war Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren in Rom gestorben. Der Argentinier stand von 2013 bis zu seinem Tod an der Spitze der katholischen Kirche. Wilmer bezeichnete ihn als Erneuerer der Kirche. Seine Vision einer "hinausgehenden Kirche" bleibe Maßstab und Auftrag.
Leidenschaft für Gerechtigkeit
Auch die Präsidentin des Laien-Dachverbands ZdK, Irme Stetter-Karp, hob auf Instagram Franziskus' "Leidenschaft für Gerechtigkeit" hervor: "Er forderte die Christenheit in Wort und Tat zu internationaler Solidarität auf. Synodal sein hieß für ihn sehr offensichtlich, Grenzen und Mauern zu überwinden, gemeinsam unterwegs zu sein."
Besonders geschätzt habe sie seine enge Verbindung zu Armen, Geflüchteten, Sterbenden und Ausgegrenzten. Zugleich habe er aber auch die Begegnung mit Kontrahenten in Debatten um einen Wandel der Kirche gesucht. "Die Weltsynode, die er einberief, wird als Jahrhundertprojekt in die Geschichte eingehen", so Stetter-Karp.