Papst ruft Kirche in Angola zu weiterem Friedensengagement auf

"Verkündet die Frohe Botschaft des Friedens"

Seit Samstag hatte sich Papst Leo XIV. in Angola aufgehalten. Zum Abschluss seiner Reise durch Angola rief er die Kirche des Landes zum aktiven Einsatz für Frieden und Versöhnung nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs auf.

Gottesdienst mit Papst Leo XIV. am 19. April 2026 in Kilamba (Angola) / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Gottesdienst mit Papst Leo XIV. am 19. April 2026 in Kilamba (Angola) / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Bei einem Treffen mit Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Katecheten sagte er am Montagabend in der Hauptstadt Luanda: "Verkündet vor allem in diesen Zeiten beharrlich die Frohe Botschaft des Friedens!"

Er lobte Angolas Kirche dafür, dass sie in den Jahren der 2002 beendeten blutigen Konflikte den Krieg angeprangert und die leidende Bevölkerung unterstützt habe. "Ihr habt ihnen zur Seite gestanden, habt auf- und wiederaufgebaut sowie Wege und Lösungen aufgezeigt, um den bewaffneten Konflikt zu beenden."

Einsatz für Versöhnung

Leo XIV. forderte Kleriker und Laien auf, diese Aufgabe fortzusetzen, da sie noch immer nicht beendet sei. Vor allem sollten sie jene würdigen, die nach den Leiden des Kriegs alles vergeben haben. "Freut euch mit ihnen, feiert den Frieden!", so der Papst. Auch künftig sollten sie nicht aufhören, Unrecht anzuprangern und an der Entwicklung Angolas mitzuwirken. Der Beitrag der Kirche in der Bildung und im Gesundheitswesen sei von entscheidender Bedeutung.

Dabei sollten sie sich an dem heldenhaften Glaubenszeugnis der einheimischen wie auch der ausländischen Missionare und Missionarinnen orientieren, die ihr Leben für dieses Volk und für das Evangelium gegeben hätten. Die Ansprache in einer Pfarrkirche in Luanda war die letzte öffentliche Rede des Papstes in Angola. Für Dienstagmorgen war der Weiterflug nach Äquatorialguinea geplant. Das Land ist die vierte und letzte Station der elftägigen Afrikareise des Papstes.

Live: Papst Leo XIV. in Afrika

Am 13. April beginnt Leo XIV. seine bisher längste Auslandsreise als Papst und besucht vier Länder in zehn Tagen: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. DOMRADIO.DE überträgt alle wichtigen Stationen live in Kooperation und mit deutschem Kommentar von Vatican News.

Montag, 13. April

Rom – Algier

Quelle:
KNA