Der Karfreitag beinhaltet besondere musikalische Schätze

In absoluter Finsternis

In der katholischen Karfreitagsliturgie erklingen am Todestag Jesu beeindruckende Musikwerke, die die Dramatik des Tages unterstreichen. Aber auch so bekannte Passionsoratorien wie Johannespassion wurden für diesen Tag geschrieben.

Ein großes beleuchtetes Kreuz vor dem Kolosseum beim Kreuzweg an Karfreitag in Rom am 29. März 2024 / © Lola Gomez/CNS photo (KNA)
Ein großes beleuchtetes Kreuz vor dem Kolosseum beim Kreuzweg an Karfreitag in Rom am 29. März 2024 / © Lola Gomez/CNS photo ( KNA )

In der Liturgie der Katholischen Kirche wird immer am Karfreitag die Leidensgeschichte Jesu Christi verlesen, so, wie sie der Evangelist Johannes aufgeschrieben hat. Die berühmteste Vertonung hat wohl Johann Sebastian Bach mit seiner Johannespassion geschrieben. 

Das Werk ist für Solisten, vierstimmigen Chor und Orchester besetzt. Es erzählt gemäß dem Johannes-Evangelium von der Verhaftung, dem Verhör und schließlich der Kreuzigung Jesu Christi. Die dramatische Wucht der Chöre, die mit großer Innerlichkeit geschriebenen Arien und die ergreifenden Choräle kennzeichnen die Ausnahmestellung des Werkes, die vielleicht nur noch von der Matthäus-Passion übertroffen wird. Bach führte die Johannes- Passion erstmals 1724 in Leipzig auf. 

Eindrücke der Kreuzwegandacht am Karfreitag, dem 18. April 2025 aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. / © Nicolas Ottersbach (DR)
Eindrücke der Kreuzwegandacht am Karfreitag, dem 18. April 2025 aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Neben anderen geistlichen Werken wie "Tenebrae factae sunt" von Carlo Gesualdo oder Auszügen von Emilio de Cavallieri und Rudolf Mauersberger aus den Klageliedern des Propheten Jeremia erklingt der berühmte Eingangschor der Johannespassion im Radioprogramm von DOMRADIO.DE ab 18 Uhr. 

Quelle:
DR

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