In der katholischen Karfreitagsliturgie erklingen am Todestag Jesu beeindruckende Musikwerke, die die Dramatik des Tages unterstreichen. Aber auch so bekannte Passionsoratorien wie Johannespassion wurden für diesen Tag geschrieben.
In der Liturgie der Katholischen Kirche wird immer am Karfreitag die Leidensgeschichte Jesu Christi verlesen, so, wie sie der Evangelist Johannes aufgeschrieben hat. Die berühmteste Vertonung hat wohl Johann Sebastian Bach mit seiner Johannespassion geschrieben.
Das Werk ist für Solisten, vierstimmigen Chor und Orchester besetzt. Es erzählt gemäß dem Johannes-Evangelium von der Verhaftung, dem Verhör und schließlich der Kreuzigung Jesu Christi. Die dramatische Wucht der Chöre, die mit großer Innerlichkeit geschriebenen Arien und die ergreifenden Choräle kennzeichnen die Ausnahmestellung des Werkes, die vielleicht nur noch von der Matthäus-Passion übertroffen wird. Bach führte die Johannes- Passion erstmals 1724 in Leipzig auf.
Neben anderen geistlichen Werken wie "Tenebrae factae sunt" von Carlo Gesualdo oder Auszügen von Emilio de Cavallieri und Rudolf Mauersberger aus den Klageliedern des Propheten Jeremia erklingt der berühmte Eingangschor der Johannespassion im Radioprogramm von DOMRADIO.DE ab 18 Uhr.